Pfingst-Open-Air "Es wird kein Konzept-Album": Die Münchner Band "Kytes" im Interview

„Kytes“ vor ihrem Auftritt auf dem Pfingst-Open-Air (von links): Thomas, Michael, Kerim und Timothy. Foto: Susanne Raith

Diese Band hat noch eine sehr junge Geschichte: Seit gut einem Jahr stehen Michael Spieler (Gesang, Gitarre), Thomas Sedlacek (Bass), Kerim Öke (Gitarre) und Timothy Lush (Schlagzeug) als „Kytes“ auf der Bühne. Doch die vier Freunde spielen schon viel länger in dieser Formation. Freistunde traf die Jungs vor ihrem Auftritt auf dem Pfingst-Open-Air am vergangenen Wochenende. Im Gespräch erzählen sie von ihrem Neuanfang und, was dieses Jahr noch alles auf ihre Fans zukommt.

Hallo „Kytes“! Bevor ihr als Act auf dem Pfingst-Open-Air bekanntgegeben wurdet, kannte ich euch noch gar nicht. Dann hab’ ich gemerkt, dass ihr schon ziemlich viel herumgekommen seid. Was plant ihr in diesem Jahr?

Timothy: Mit dem Pfingt-Open-Air beginnen wir erst einmal die Festivalsaison, denn heute spielen wir auf dem ersten Festival für dieses Jahr. Viele weitere folgen. Dann gibt es im Sommer eine Single von uns und im September erscheint unser erstes Album. Im Oktober steht noch eine Tour an.

Angefangen habt ihr unter dem Namen „Blind Freddy“. Warum der Neuanfang mit „Kytes“?

Michael: Ungefähr vier Jahre lang haben wir als „Blind Freddy“ gespielt. Dann stellten wir uns die Frage: Wie geht’s weiter? Wir haben über unsere Zukunft nachgedacht und einen Plan für den Neuanfang gemacht, hinter dem wir zu 100 Prozent stehen.
Timothy: Wir haben uns einen neuen Namen gegeben und uns ein tolles Team für Management, Booking und Co. gesucht. Zuvor haben wir das immer alles selbst geregelt. Mit dem neuen Plan ging das aber nicht mehr.

Wenn ihr an eure Zeit als „Blind Freddy“ zurückdenkt, bereut ihr dann manche Sachen, die ihr unter dem Namen gemacht habt?

Michael: Wir stehen dazu, denn wir haben viel von dieser Zeit gelernt. Aber natürlich gibt es Dinge, die wir heute anders machen würden – zum Beispiel unsere Facebook-Posts. Wir haben teilweise richtigen Schwachsinn mit unseren Fans geteilt und uns nichts drum geschissen. Heute ist uns das aber nicht peinlich, weil wir durch die vier Jahre da sind, wo wir jetzt stehen.
Thomas: Wir haben als „Blind Freddy“ auf Konzerten auch mal halbfertige Lieder gespielt und uns teilweise wie richtige Vögel angezogen, unter anderem kurze karierte Hosen. Das würden wir heute auch so nicht mehr machen.

Dieses Jahr soll’s ja noch euer erstes Album geben. Um was geht’s auf der Platte?

Timothy: Der Name ist noch geheim, aber ich kann dir verraten, dass es kein Konzept-Album sein wird. Also es gibt kein Thema, das in allen Liedern auftaucht. Aber wir singen von Geschichten aus unserem Leben und setzen uns mit vielen verschiedenen Dingen auseinander.

Ihr singt das Titellied einer Werbekampagne von Vodafone. Wie kam’s dazu?

Michael: Vodafone hat gefragt, ob wir wollen. Schaut man sich die Geschichte der Vodafone-Werbungen an, stellt man fest, dass die Künstler ihrer Lieder es oft im Nachhinein sehr weit gebracht haben. Denn Vodafone wählt immer gute Songs aus.
Timothy: Wir sind froh, dass so eine große Firma unser Lied wollte. Vor allem gab’s uns als „Kytes“ zu dem Zeitpunkt erst knapp zehn Monate.

 

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