Pferdeauftrieb Großer Zuschauerandrang beim Kötztinger Rossmarkt

Pas de Deux von Monika Zinsmeister und Diana Wagner. Foto: Isabell Dachs

Vom kleinen Shetland-Pony über Warmblüter und Haflinger bis zu Kaltblutrassen war einiges zu sehen: der Rossmarkt am Pfingstsamstag in Bad Kötzting wurde wieder zum großen Schaulaufen der Pferde.

Erstmals unter der Regie der Kaltblut- und Haflingerzüchtervereinigung Bayerischer Wald fand in diesem Jahr der Rossmarkt am Pfingstsamstag statt. Die Veranstaltung lief etwas schleppend an, als Bürgermeister und Schirmherr Markus Hofmann zusammen mit dem Pfingstbrautpaar Sophia Inhofer und Florian Kuchler nebst Begleitern Johannes Neppl und Sebastian Kuchler in einem Landauer von Marina Haimerl in den Vorführring gefahren wurden.

Bürgermeister Hofmann attestierte in seiner Begrüßung den Besuchern einen Befall durch den Pferdevirus, was an Pfingsten in Kötzting stets ausgelebt werde. Man freue sich, dass diese Traditionsveranstaltung nach der zweijährigen Pause wieder abgehalten werden könne, so das Stadtoberhaupt.

Bei strahlendem Sonnenschein und schwülwarmen Wetter fanden sich dann doch noch überaus viele Zuschauer ein, die sich das Schauprogramm nicht entgehen lassen wollten, wofür um die 50 Pferde aufgetrieben worden waren. Trotz eines deutlichen Rückgangs an aufgetriebenen Tieren gegenüber den Jahren weit vor Corona war die Rassevielfalt groß. Vom kleinen Shetland-Pony über Warmblüter, Haflinger, Friesen und Welsh-D bis hin zu zahlreichen unterschiedlichen Kaltblutrassen war einiges zu sehen.

Zudem waren auch einige Hengsthalter mit ihren Zuchthengsten anwesend, die die Gelegenheit nutzten, ihre Tiere wieder einmal vor breitem Publikum zu präsentieren.

Die Hengste waren ausnahmslos in bester Form und Verfassung und zeigten deutlich, warum sie das Prädikat "gekört" tragen. Besonders der von Julia Linsmeier unter dem Sattel vorgestellte Süddeutsche Kaltbluthengst "Voithberg" kam in seiner maskulinen Aufmachung und seinem trotzdem ruhigen Charakter beim Publikum gut an.

Alle aufgetriebenen Pferde und Ponys wurden an der Hand, unter dem Sattel und in der Kutsche im Ring vorgestellt, Hans Hofmann setzte die Tiere dabei als Ansager gekonnt in Szene. Publikumslieblinge bei der Schau waren die ganz jungen Pferdebesitzer mit ihren Ponys, wie etwa Alois Vogl, der seine Mini-Shettystute mit einem Fohlen bei Fuß vorstellte. Auch Anna Wittmann zeigte ihren Shettyhengst ebenso souverän an der Hand, wie Florian und Sophia Schedlbauer ihren Wallach in der Kutsche.

Wie beim Kötztinger Rossmarkt üblich, präsentieren die meisten der Pferdehalter ihre Tiere voller Stolz, ohne sie jedoch verkaufen zu wollen. Viele sind treue Beschicker des Marktes und Jahr für Jahr auf dem Pferdemarkt anzutreffen, beispielsweise die Familie Preisser aus Lederdorn, oder die Süddeutschen Kaltblüter aus dem Stall von Josef Schedlbauer in Bad Kötzting und Hans Ettl aus Denkzell.

Auch etliche Amazonen zeigten in unterschiedlichen Pas de deux gekonnt ihre Fähigkeiten, mit den Tieren umzugehen, so auch Monika Zinsmeister, die mit ihren Mitreiterinnen Pia Hauptmann und Diana Wagner gleich in zwei Darbietungen zu sehen war. Fahren vom Baden aus demonstrierte Bettina Kroner mit ihrem Friesengespann, Fahren mit dem Einspänner Stefanie Menacher. Höhepunkt des Tages dürfte jedoch die Vorführung einer "Ungarischen Post" gewesen sein, die Stefan Schedlbauer aus Denkzell stehend auf seinen beiden Kaltbluthengsten vorführte.

 
 
 

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