Perfide Betrugsmasche in Freising Telefonbetrüger täuschen Corona-Erkrankung Angehöriger vor

Eine ältere Angerufene war wegen der Masche drauf und dran, ihr Sparbuch aufzulösen. (Symbolbild) Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Seit Mittwoch kommt es in und um Freising vermehrt zu Schockanrufen von Telefonbetrügern. Diesmal ist die Masche besonders perfide: Mit einer vermeintlichen Corona-Erkrankung eines Angehörigen soll Geld gemacht werden.

Laut Polizeiinspektion Freising wurden seit Mittwoch 33 Schockanrufe gemeldet. Die Masche war dabei immer die gleiche: Ein angeblicher Arzt aus dem Klinikum Freising ruft an und behauptet, dass Sohn oder Tochter der Angerufenen mit einer schweren Corona-Erkrankung im Krankenhaus liege. Es gäbe jedoch ein neues Medikament, das hochwirksam, aber noch nicht zugelassen sei und in bar bezahlt werden müsse. Ab September wäre es dann zugelassen und die Krankenkassen würden das Geld erstatten, aufgrund der schweren Erkrankung müsse aber sofort gehandelt werden.

Die Betrüger versuchten so, Beträge zwischen 6.000 und 30.000 Euro zu ergaunern. Dies gipfelte darin, dass eine ältere Dame schon bei ihrer Bank vorstellig wurde, um ihr gesamtes Sparbuch aufzulösen. Ein aufmerksamer Bankmitarbeiter wurde allerdings stutzig und informierte die Polizei. Erst jetzt erkannte die Dame den Schwindel und ein großer finanzieller Verlust konnte abgewandt werden. Die meisten Angerufenen erkannten den Betrugsversuch noch am Telefon und legten wieder auf.

Die Freisinger Polizei warnt deshalb vor weiteren Schockanrufen in der nächsten Zeit und rät: Seien Sie misstrauisch, wenn sich Verwandte und Bekannte angeblich plötzlich in Notlagen befinden und nur Bargeld die Situation bereinigen kann. Halten Sie Rücksprache mit ihrem angeblich betroffenen Verwandten und melden Sie sich bei der Polizei, wenn ihnen etwas verdächtig vorkommt.

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