Passau Polizei mit positiver Bilanz zu Ausgangsbeschränkungen

Nur wenige Menschen sind in der Fußgängerzone von Passau unterwegs. Foto: Lino Mirgeler/dpa

Die Passauer müssen weitgehend daheim bleiben und halten sich laut Polizei an die Regeln. Wegen der stark gestiegenen Zahl der Corona-Infektionen gilt in der niederbayerischen Stadt seit Samstag eine strenge Ausgangsbeschränkung.

Die Geschäfte im niederbayerischen Passau sind zwar geöffnet, dennoch ist es am ersten Adventswochenende vergleichsweise ruhig. Seit Samstag gelten in der 52.000-Einwohner-Stadt aufgrund der stark gestiegenen Zahl an Corona-Infektionen strenge Ausgangsbeschränkungen. Die Maßnahmen sollen zunächst eine Woche dauern, wie Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) am Freitag angekündigt hatte.

Die Polizei ist nach eigenen Angaben mit mehreren Streifenbesatzungen im Einsatz, um die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren. Eine erste Bilanz fiel am Samstagnachmittag positiv aus. Die Menschen hielten sich an die Vorgaben, sagte eine Sprecherin.

Lediglich in der Nacht stellten Beamte in einer Wohnung einen Verstoß fest: Dort hatten drei Menschen aus unterschiedlichen Haushalten miteinander gefeiert. Die Polizei war von Nachbarn wegen Ruhestörung auf das Trio aufmerksam gemacht worden. Die drei Feiernden erhielten eine Anzeige.

Viel Verständnis für Kontrollen

Passanten, die am Samstag beim Einkaufen in der Innenstadt unterwegs waren, reagierten - auf die Maßnahmen angesprochen - zumeist gelassen und mit Verständnis. Die Menschen in Passau dürfen ihre Wohnung nur noch aus triftigem Grund verlassen, beispielsweise um zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gehen.

Außerdem gilt ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen. Die Stadt verordnete Wechselunterricht für die Jahrgangsstufen 7 bis 11 - mit Ausnahme von Abschlussklassen an Mittel- und Realschulen. Wer einen Angehörigen in einem Altenheim besuchen will, muss vorher einen Schnelltest machen und damit nachweisen, dass er nicht infiziert ist.

Am Samstag lag der Corona-Inzidenzwert bei knapp 440 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen, wie das Landesamt für Gesundheit (LGL) mitteilte. Frühestens bei einem Rückgang der Infektionszahlen auf eine Inzidenz von 300 könnten dem Oberbürgermeister zufolge die Beschränkungen wieder gelockert werden.

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