Tödliche Schlägerei in Passau Obduktionsergebnis: 15-Jähriger starb an Blut in den Atemwegen

Die Bestürzung in Passau ist groß. Am Tatort wurden dutzende Kerzen aufgestellt und Blumen niedergelegt. Foto: Armin Weigel/dpa

Der Tod eines 15-Jährigen nach einer Schlägerei in Passau hat Entsetzen ausgelöst. Mittlerweile liegt das Obduktionsergebnis vor. Der Jugendliche starb demnach an den Folgen der Gewalt. 

Das Institut für Rechtsmedizin in München kam bei der Obduktion zu dem Ergebnis, dass der 15-Jährige an Aspiration von Blut starb. Das bedeutet, das Blut in seine Atemwege gelangte, was schließlich zum Tod führte. Eine natürliche Todesursache, zum Beispiel durch eine Vorerkrankung, scheidet damit aus. Der Jugendliche starb an den Folgen der Gewalt.

Die schreckliche Tat ereignete sich am Montagabend gegen 18.10 Uhr im Bereich "Am Schanzl" - einem bei Jugendlichen beliebten Treffpunkt. Der 15-Jährige und mehrere andere Jugendliche waren hier aus noch unbekannten Gründen in Streit geraten. Es kam zu einer Schlägerei, in deren Verlauf der 15-Jährige zu Boden ging. Er habe Faustschläge gegen Kopf und Körper erlitten und sei auch in den Schwitzkasten genommen worden, sagte Oberstaatsanwalt Walter Feiler. Waffen oder Fußtritte seien aber nicht im Spiel gewesen. Während der Schlägerei waren etwa 20 Personen anwesend, doch erst eine Passantin verständigte die Polizei. Als die Beamten eintrafen, flüchteten die Beteiligten. Der 15-Jährige wurde vom Rettungsdienst in eine Passauer Klinik gebacht, wo er wenig später verstarb. 

Lesen Sie hier: 15-Jähriger tot geprügelt - Zeugenaufruf

Der Polizei gelang es später, fünf Tatverdächtige im Alter von 14 bis 25 Jahren festzunehmen. Bei ihnen handelt es sich um deutsche, polnische und tunesische Staatsangehörige. Alle fünf wurden mittlerweile dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Passau vorgeführt. Dieser erließ Haft- bzw. Unterbringungsbefehle wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Vier von ihnen wurden in eine Justizvollzugsanstalt, der 14-Jährige aufgrund seines Alters in eine Anstalt zur Vermeidung von Untersuchungshaft eingeliefert. Sie haben sich bisher nicht näher zur Tat geäußert, so Feiler. 

Die Kripo Passau sucht unterdessen weiterhin dringend nach Zeugen des Vorfalls. Insbesondere eine Dame mit Hund, die das Geschehen beobachtet haben soll, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0851/9511-0 bei den Ermittlern zu melden.

 
 

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