Nach Dauerregen Hochwasser in Südostbayern fließt langsam ab

, aktualisiert am 05.08.2020 - 17:59 Uhr
So sah es am Dienstag in Landshut aus. Am Mittwoch sollen die Pegel der Isar noch weiter ansteigen. Foto: Benni Diemer

Dauerregen hat in den vergangenen Tagen im Süden und Osten Bayerns zahlreiche Flüsse anschwellen lassen. Straßen und Keller wurden überflutet. Laut Einschätzung des bayerischen Hochwassernachrichtendienstes (HND) entspannt sich die Lage aber nun langsam wieder. 

"Das Hochwasser fließt jetzt ab", sagte eine Hydrologin des HND am Mittwochmorgen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). In Passau gehe der Pegel der Donau nun langsam zurück. Auch am Dienstagabend und in der Nacht blieb er den Angaben zufolge unter acht Metern und damit im Bereich der dritten Warnstufe. Zuvor war damit gerechnet worden, dass in der Dreiflüssestadt die höchste Warnstufe 4 erreicht werden könnte. 

Auch in anderen Regionen Ostbayerns sind die Auswirkungen des Dauerregens noch spürbar, vor allem im Gebiet der Isar. In Landshut wurde am Mittwochmorgen die Meldestufe 3 überschritten. Dadurch ist auch die Flutmulde angesprungen. Für tiefer gelegene Stadtteile bedeutet das, dass Keller wegen des schnell ansteigenden Grundwassers volllaufen könnten. Anwohner sollten deswegen ihre Keller kontrollieren. Der Scheitel des Hochwassers wurde für Mittwochnachmittag erwartet.

Auch in Plattling stiegen die Pegel noch leicht an. Am Mittwochnachmittag stand der Pegel bei etwa 3,30 Metern. Derzeit stagniert dieser bei etwas unterhalb Meldestufe 3. Laut HWD wird der Wasserstand der Isar erst gegen Donnerstagabend wieder leicht abfallen. Zuerst war der HND davon ausgegangen, Meldestufe 3 könnte im Laufe des Tages leicht überschritten werden. In den Landkreisen Freising und Erding wurde der Scheitelpunkt bereits in der Nacht auf Mittwoch erreicht. Hier sinken die Pegel wieder. 

An der Donau befand sich der Scheitel der Hochwasserwelle am Mittwochvormittag im Raum Ingolstadt, aber auch unterhalb sind die Wasserstände laut HND noch leicht ansteigen. Das betraf etwa den Landkreis Kelheim. Der HND warnte in der Hallertauer Region am Mittwoch vor Ausuferungen und Überschwemmungen. Seit Mittwochabend gilt für den Landkreis aber Entwarnung. Der Wasserstand der Donau sinke zunehmend und ist in Kelheim bereits unter die Meldegrenze gefallen. Mit einem Wiederanstieg rechnet der HWD aktuell nicht.

Für die Landkreise Straubing-Bogen, Regensburg und Dingolfing-Landau besteht aktuell keine Hochwasserwarnung. 

Auch im stark betroffenen Oberbayern entspannt sich die Lage langsam. Die Straßen im Kreis Rosenheim werden langsam wieder trocken, wie eine Sprecherin der Polizei sagte. Die Autobahn 8 sei an vielen Stellen wieder frei, nur bei Bad Aibling und Bernau war am Mittwochmorgen noch einer von drei Fahrstreifen wegen Überschwemmungen gesperrt. Laut Deutschem Wetterdienst wird für Mittwoch kein weiterer Regen erwartet. Während an den Oberläufen der Flüsse die Wasserstände somit fallen dürften, steigen die Pegel flussabwärts laut HND noch vorübergehend.

 

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