Passau Falsche Polizisten betrügen Rentnerin um ihr Gold

Eine Frau aus Passau hat im Juli 2019 Goldmünzen mit einem sechsstelligen Wert verloren. Nun konnte die Polizei doch noch zwei Verdächtige ermitteln. (Symbolbild) Foto: Peter Ferstl/Stadt Regensburg

Bereits im Juli 2019 wurde eine Rentnerin aus Passau um Goldmünzen im Wert von über 100.000 Euro betrogen. Nun konnte die Polizei doch noch zwei Verdächtige ermitteln. Von dem Gold fehlt aber weiter jede Spur. 

Wie die Polizei mitteilte, bekam die 75 Jahre alte Frau am 29. Juli 2019 einen Anruf. Der Anrufer gab sich als Polizist aus und fragte die Frau geschickt über ihre finanzielle Situation aus. Dabei verriet die 75-Jährige, dass sie im Besitz von Goldmünzen war. Es folgten viele weitere Anrufe, auch von einem zweiten Täter, der sich als Staatsanwalt ausgab. So erschlichen sich die Männer nach und nach das Vertrauen der Rentnerin. Schließlich redeten sie der Frau ein, dass ihre in einem Schließfach aufbewahrten Goldmünzen möglicherweise gegen wertlose Imitate ausgetauscht wurden. Die Anrufer konnten die Frau schließlich dazu bewegen, ihnen die Münzen für eine angebliche Überprüfung in einem Polizeilabor auszuhändigen. Natürlich hörte die Frau danach nie wieder von ihnen und die Münzen kamen ebenfalls nicht zurück. Der Wert des Goldes liegt im sechsstelligen Bereich.

Nachdem ihr Zweifel kamen, wandte sich die Frau schließlich an die richtige Polizei. Trotz umfangreicher Ermittlungen blieben die Täter zunächst unerkannt. Schließlich meldete sich aber ein anonymer Mann mit Hinweisen auf die Täter. In Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Niederösterreich überprüften die Ermittler die Angaben und kamen so schließlich einem 27-jährigen Österreicher und einem 23-jährigen Serben auf die Schliche. Nach bisherigen Erkenntnissen dürfte es sich bei ihnen um die beiden Männer handeln, die die Goldmünzen abgeholt haben. Am 12. Mai wurden die Wohnungen der beiden in Wien durchsucht und mehrere Beweismittel sichergestellt, die nun ausgewertet werden. Die Goldmünzen konnten aber nicht gefunden werden, 

Bei den Hintermännern dürfte es laut Polizei wohl um Betreiber eines Callcenters in der Türkei handeln. Die Ermittlungen dauern noch an. Die niederbayerische Polizei wird dabei weiterhin mit den Justizbehörden aus Österreich zusammenarbeiten. 

 

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