Passau 15-Kilometer-Regel sorgt für Zoff zwischen Stadt und Landkreis

Der Landkreis Passau lässt wegen der weiterhin hohen Inzidenzzahlen keine auswärtigen Besucher mehr für Ausflüge einreisen - und macht dabei auch für die Bewohner der Stadt keine Ausnahme. Das sorgt für Streit. (Symbolbild) Foto: Armin Weigel/dpa

Stadt und Landkreis Passau verzeichnen seit Wochen immer wieder Höchstwerte bei Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die neuesten Schutzmaßnahmen sorgen nun für Zoff zwischen den Behörden, weil Passaus Bürger nicht mehr für Tagesausflüge in den Landkreis fahren dürfen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat am Dienstag zu vermitteln versucht.

Der Landkreis Passau lässt keine auswärtigen Besucher mehr für touristische Ausflüge einreisen und macht für die Bürger Passaus keine Ausnahme. Söder äußerte die Hoffnung, dass Stadt und Landkreis eine Lösung finden. Es könne nicht sein, "dass München der Schiedsrichter werden muss".

Der Bewegungsradius der Städter liegt nun unter 15 Kilometern. Mehrere Medien hatten darüber berichtet. Passaus Landrat Raimund Kneidinger (CSU) sagte, die Maßnahme soll dazu beitragen, Kontakte der Menschen untereinander zu reduzieren. Im Landkreis lag der Inzidenzwert - die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - am Dienstag nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 309,9. In der Stadt betrug er 278,4.

Nach der seit Montag geltenden neuesten Anti-Corona-Regelung dürfen sich Menschen nur noch 15 Kilometer von ihrem Wohnort wegbewegen, wenn der Inzidenzwert die Grenze von 200 überschreitet. Ausgenommen davon sind triftige Gründe wie die Fahrt zur Arbeit oder Arzttermine. Kommunen mit einem Inzidenzwert über 200 haben zudem die Möglichkeit, auswärtige Gäste für Freizeitausflüge auszusperren.

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