Parlamentswahl Vucic vor Sieg bei Präsidentenwahl in Serbien

Der serbische Präsident Aleksandar Vucic in Belgrad. Vucic und seine rechtspopulistische Partei scheinen auf einen Sieg bei den serbischen Wahlen zuzusteuern und damit eine jahrzehntelange autoritäre Herrschaft in dem Balkanland zu verlängern. Foto: Darko Vojinovic/AP/dpa

Der Nationalist Vucic dürfte für eine zweite Amtszeit Präsident von Serbien bleiben. Seine Partei SNS verliert aber wohl die absolute Mehrheit. Erste offizielle Ergebnisse werden Montagabend erwartet.

Aleksandar Vucic steht nach Auszählung fast aller Stimmen unmittelbar vor der Wiederwahl zum serbischen Staatspräsidenten.

Er erhielt 59,5 Prozent der Stimmen, wie die staatliche Wahlkommission am Montag nach Auszählung von 86,99 Prozent der Stimmzettel mitteilte. Auf Platz zwei kam demnach Zdravko Ponos mit 17,5 Prozent.

Im Parlament wurde Vucics Partei SNS mit 43,4 Prozent stärkste Kraft, verlor aber die absolute Mehrheit, wie die Wahlkommission nach Auszählung von 87,67 Prozent der Stimmzettel mitteilte. Bei der letzten Parlamentswahl im Juni 2020 war SNS auf 63 Prozent gekommen. Damals hatte allerdings fast die gesamte Opposition die Wahl boykottiert.

Auf Platz zwei kam jetzt die Partei "Vereint für den Sieg Serbiens" von Ponos mit 13,1 Prozent, auf Platz drei die sozialistische SPS mit 11,7 Prozent. Weitere Parteien lagen im einstelligen Bereich.

In Serbien hatte es am Sonntag Präsidenten- sowie vorgezogene Parlamentswahlen gegeben. Vucic hatte die Parlamentswahl vorgezogen, um durch die Zusammenlegung mit der Präsidentenwahl seine SNS im Parlament zu stärken. Dies ist nach derzeitigem Auszählungsstand misslungen, stattdessen dürfte SNS nun auf Koalitionspartner angewiesen sein. 

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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