Das erste Rehkitz, das meine Mutter mit der Flasche aufzog, war Gretel. Sie war ein Findelkind und wurde uns - wie so viele - gebracht.

Gretel durfte sich frei im Haus und im Garten bewegen, bis sie eines Tages in den Swimmingpool fiel. Gott sei Dank haben wir es rechtzeitig bemerkt und holten sie raus, bevor sie an Erschöpfung und Kälte gestorben wäre. Mein Vater umzäunte den Pool sofort. Gretel freundete sich mit allen anderen Tieren an, ob es die Hunde waren - Balou kümmerte sich aufopferungsvoll um das Kitz - oder der Jagdhund Grischa, der sowieso "rehrein" war. Aber der Hauptgrund, warum er sich mit den Rehen gut stellte, war, dass er jedes Mal den Rest des Fläschchens austrinken durfte.