Osterhofen Betonplatten auf ICE-Strecke: Polizei nimmt Verdächtigen fest

Das hätte sehr böse ausgehen können: Am 25. April wurden auf die Bahnstrecke bei Osterhofen mehrere Stahlbetonplatten gelegt. Nun hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen.

Wie berichtet war ein ICE über die Platten gefahren, die Bahnstrecke musste deswegen über eine Stunde gesperrt werden. Verletzt wurde zum Glück niemand, allerdings hätte der Vorfall auch wesentlich schlimmer ausgehen können, wenn der Zug entgleist wäre. Deswegen stand nicht nur der Verdacht auf einen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr, sondern sogar auf versuchten Mord im Raum.

Lesen Sie hier die Erstmeldung: Betonplatten auf ICE-Strecke gelegt

Die intensiven Ermittlungen der Polizei führten schnell zu einem Verdächtigen: Bereits am 29. April nahmen die Beamten im Landkreis Deggendorf einen syrischen Jugendlichen als mutmaßlichen Täter fest. Der 15-Jährige hat die Tat mittlerweile auch weitgehend eingeräumt. Er befindet sich in Untersuchungshaft. Dem Jugendlichen wurde ein Fachanwalt für Strafrecht als Pflichtverteidiger beigeordnet.

Warum der Jugendliche die Betonplatten auf die Bahnstrecke legte, ist noch nicht geklärt. Weitere Ermittlungen sollen nun auch die Motivation des Verdächtigen ergründen. Leitender Oberstaatsanwalt Rudolf Helmhagen zeigte sich am Dienstag erleichtert über den schnellen Ermittlungserfolg: „Ich bin froh, dass wir den dringend tatverdächtigen Urheber dieses Verbrechens so schnell fassen konnten. Die gemeinsame intensive Ermittlungsarbeit der Beamten der Bundespolizei und der bayerischen Landespolizei verdient unsere besondere Anerkennung.“

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