Organspenden

1.408 Patienten warten in Bayern auf ein Spenderorgan


Eine Überlebensfrage: Mit einem Organspendeausweis kann ein jeder vorab festlegen, ob er nach dem eigenen Tod Organe spenden möchte.

Eine Überlebensfrage: Mit einem Organspendeausweis kann ein jeder vorab festlegen, ob er nach dem eigenen Tod Organe spenden möchte.

Von Monika Müller

1.408 Menschen aus Bayern warten derzeit auf ein lebensrettendes Organ, davon 27 Kinder und Jugendliche. Das teilt die Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern unter Berufung auf Zahlen der Stiftung Eurotransplant mit. Bundesweit stehen 10.238 Menschen auf der Warteliste für ein Spenderorgan.

Die Niere ist dabei das Organ, das am meisten gebraucht wird. Aktuell benötigen bayernweit 1.079 Patienten dieses Organ. Auf eine Leber warten 166 Menschen, 121 auf ein Herz, 46 auf eine Lunge und 25 auf eine Bauchspeicheldrüse. 2015 wurden in bayerischen Kliniken insgesamt 606 Spenderorgane transplantiert, fast so viele wie im Vorjahr. Davon wurden 28 Transplantationen bei Kindern und Jugendlichen vorgenommen, das ist ein Drittel weniger als 2014. Umso wichtiger also, dass weiterhin freiwillige Spender gefunden werden.

Frühzeitig eine Entscheidung treffen

"Jeder muss für sich selbst überlegen, ob er bereit ist, Organe zu spenden. Es ist wichtig, sich mit diesem Thema zu beschäftigen und mit Angehörigen über die persönliche Entscheidung zu sprechen, damit sie über den Wunsch informiert sind und entsprechend handeln können", sagt Christian Bredl, Leiter der TK-Landesvertretung Bayern. Der einfachste Weg sei, die Entscheidung auf einem Organspende-Ausweis festzuhalten.