Organisationen melden Rekordsummen Riesige Spendenbereitschaft für die Ukraine

Der Krieg in der Ukraine hat die Spendenbereitschaft in Deutschland stark ansteigen lassen. Foto: Symbolbild/Fabian Sommer/dpa

Die Spendenbereitschaft für die Kriegsopfer der Ukraine ist bei einigen Organisationen so hoch wie nie zuvor. Dies berichtet das Aktionsbündnis Katastrophenhilfe.

"Noch nie in der Geschichte des Aktionsbündnisses, also den letzten 21 Jahren, gingen in einem vergleichbaren Zeitraum so viele Spenden ein", sagte Geschäftsführer Dominique Mann der Deutschen Presse-Agentur. Bisher seien über 76 Millionen Euro Spendengelder verbucht worden. Das Aktionsbündnis setzt sich aus Caritas international, dem Deutschen Roten Kreuz, der Diakonie Katastrophenhilfe sowie Unicef Deutschland zusammen.

Das Bündnis Aktion Deutschland sieht ebenfalls eine hohe Resonanz. Die Spendenbereitschaft sei sicher vergleichbar mit der für die Hilfe nach dem Tsunami 2004 und dem Hochwasser 2021, sagte Sprecherin Birte Steigert. Der Spendenstand nach dem Angriff auf die Ukraine liege bisher bei 55,9 Millionen Euro.

Auch der Deutsche Spendenrat beobachtet eine sehr hohe Zahlungsbereitschaft in der Gesellschaft. Die Höhe der Summe für die Ukraine von deutschen Unterstützern lasse sich jedoch nach so kurzer Zeit noch nicht beziffern, sagte Geschäftsführer Max Mälzer.

Schnelle und unkomplizierte Hilfe

Ein großer Faktor beim Überweisen von Geldern sind Aktion Deutschland Hilft zufolge digitale Zahlungsmethoden. Insbesondere bei großen Katastrophen möchten demnach Menschen schnell und unkompliziert helfen. "Das gilt vor allem für internetaffinere jüngere Menschen (...) Mittlerweile wird fast jede zweite Transaktion direkt über unsere Website getätigt. Im letzten Jahr kamen so weit über 100 Millionen Euro für unsere weltweite humanitäre Hilfe zusammen", sagte Thilo Reichenbach, Leiter des Onlinemarketings von Aktion Deutschland Hilft. Je einfacher und schneller es funktioniere, desto eher werde dann auch etwas gegeben. Daneben initiierten viele Menschen auch eigene Benefizaktionen.

Zudem seien Geldspenden besser als Sachspenden. Die Hilfe könne auf diesem Weg so gestaltet werden, dass sie sich nach dem tatsächlichen Bedarf der Menschen richte, sagte Manuela Roßbach, Vorständin von Aktion Deutschland Hilft. Die Gelder würden auch nach der ersten Nothilfephase noch gebraucht, um etwa geflüchtete Menschen zu versorgen.

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