Olympia-Kolumne Martin Nörl: Es geht um Sekundenbruchteile

Der Snowboardcrosser aus Adlkofen (Landkreis Landshut), Martin Nörl, berichtet exklusiv für idowa von den Olympischen Winterspielen aus Peking. Foto: SNA/imago

Snowboardcrosser Martin Nörl aus Adlkofen/Landkreis Landshut schildert exklusiv bei idowa seine Eindrücke von den Winterspielen in Peking - aufgezeichnet von Marcel Meinert.

Servus nach Deutschland! So langsam beginnen bei uns die letzten Vorbereitungen auf den Renntag! Am Donnerstag steht nämlich unser Boardercross-Rennen auf dem Programm. In den letzten beiden Tagen haben wir wirklich viel trainiert, auch um uns auf den aggressiven Schnee einzustellen. Wenn hier nämlich mal die Kante im Schnee hängt, dann hängt sie wirklich tief drin und man hat kaum mehr eine Chance.

Im Training ging es am Anfang darum, dass wir uns die Strecke möglichst gut einprägen und die beste Linie für die Qualifikation, in der zu Beginn des Wettkampfes die Startpositionen ausgefahren werden, herausfinden. Danach sind wir ziemlich schnell echte Läufe gefahren und haben unter anderem die verschiedenen Start-Gates ausgetestet. Ich habe da zusammen mit Paul Berg und Cameron Bolten aus Australien feste Trainingspartner. Dann holen wir uns noch einen Fahrer dazu, damit wir einen Vierer-Heat vollbekommen. In diesen Läufen kommt man dann sehr schnell in unterschiedlichste Rennsituationen, in denen man dann testen kann, wie man die besten Lösungen findet. Wir schauen uns die Heats danach dann auf Video noch einmal genau an, um herauszufinden, was man noch besser hätte machen können. Letztlich muss man aber ja im Rennen immer in Sekundenbruchteilen die richtigen Entscheidungen treffen.

Auf einen Kaffee nach "Australien"

Nach dem Training haben wir dann im Olympischen Dort noch einen kleinen Ausflug nach Australien gemacht. Genauer gesagt waren wir am australischen Haus. Da haben die eine gemütliche Sitzecke und wir haben mit den australischen Boardercrosern noch einen Kaffee getrunken. Tja, und dann habe ich natürlich auch die Rennen unserer alpinen Snowboarder gesehen. Leider hat es im Parallel-Riesenslalolm ja nicht zu einer Medaille erreicht. Das ist wirklich bitter gelaufen und extrem schade – auch für den gesamten Verband.

Jetzt geht aber der Blick nach vorne. Am Mittwoch werde ich mir das Boardercross-Rennen der Damen anschauen und unserer einzigen deutschen Fahrerin Jana Fischer die Daumen drücken. Und einen Tag später sind wir dann dran. Wir werden morgens ziemlich früh raus müssen. Um 11 Uhr Ortszeit steht die Qualifikation an, dann haben wir noch eine kleine Pause und um 14 Uhr, also bei Euch in Deutschland um 7 Uhr geben wir richtig Gas. Ich freue mich riesig darauf, dass es endlich losgeht und dass Ihr zu Hause beim Frühstück alle mit uns mitfiebert und uns die Daumen drückt.

 

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