Olympia-Kolumne Martin Nörl: Das "Testing" der Strecke hat begonnen

Der Snowboardcrosser aus Adlkofen (Landkreis Landshut), Martin Nörl, berichtet exklusiv für idowa von den Olympischen Winterspielen aus Peking. Foto: Angelika Warmuth/dpa

Der Snowboardcrosser aus Adlkofen (Landkreis Landshut) schildert exklusiv bei idowa seine Eindrücke von den Winterspielen in Peking – aufgezeichnet von Marcel Meinert.

Servus aus Zhangjiakou! Ich komme gerade von der Boardercross-Strecke. Heute stand das offizielle „Testing“ der Strecke auf dem Programm. Dabei testen drei Männer und drei Frauen, die ausgelost werden die Strecke und schauen, ob es Passagen gibt, die zu gefährlich sind, oder die geändert werden müssen. Das habe ich mir auch angesehen. Mal sehen, was da jetzt in den nächsten Tagen noch so angepasst wird. Gestern haben wir vor allem die Bretter getestet, um herauszufinden, welche Bretter die schnellsten für die speziellen Bedingungen hier sind.

Wind könnte zum Problem werden

In den nächsten Tagen werden wir jetzt das Material weiter ausprobieren und mit den Technikern noch herausarbeiten, welches Wachs am besten zu diesem Schnee passt. Zudem steht auch noch Athletiktraining auf dem Programm. Im Skigebiet ist auch ziemlich windig, allerdings ist es nicht so dramatisch, wie bei den alpinen Skifahrern, bei denen ja am Sonntag die Herren-Abfahrt abgesagt werden musste. Allerdings kann das für das Rennen schon ein Thema werden. Man muss vor allem, bei den Sprüngen aufpassen, dass es da niemanden verweht und es nicht gefährlich wird und auch für alle die gleichen Bedingungen herrschen.

Insgesamt bin ich aber zuversichtlich, dass das alles passen wird. Riesig gefreut habe ich mich über die Silbermedaille von Katharina Althaus im Skispringen. Ich bin mit „Katha“ zusammen zur Schule gegangen und bei den Leuten, die man kennt, schaut man natürlich besonders genau hin. Leider gibt es hier keine großen Empfänge der Athlet*innen im Dorf. Auch das ist der Pandemie geschuldet.

"Die Verpflegung ist wirklich gut"

Jetzt machen wir uns gleich auf den Weg zu einer der Kantinen hier im Olympischen Dorf, um zu Abend zu essen. Die Verpflegung hier ist wirklich gut. Es läuft aber schon etwas anders ab, als bei einigen Journalistenkantinen, in denen das Essen von der Decke herunter mit einem kleinen Lastenaufzug zum Platz gebracht wird. Bei uns gibt es ein großes Buffet mit vielen Speisen aus aller Welt, damit jeder die für ihn passenden Gerichte findet.“

 
 
 

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