Ohu Unfall in Isar 2 simuliert

Isar 2 Foto: Hansjörg Eder

Am Donnerstag ist bei einer Katastrophenschutzübung ein Unfall im Kernkraftwerk Isar 2 simuliert worden. Das Szenario: Ein ganzes Dorf muss evakuiert werden.

Im Szenario musste aus dem Kraftwerk kurzfristig Druck abgelassen werden. Laut Pressemitteilung waren rund 180 Menschen aus 40 Behörden und Organisationen im fiktiven Einsatz. Im Zentrum der Übung stand die Arbeit der verschiedenen Katastrophenstäbe. Dabei wurde die Kommunikation zwischen Verwaltung, Rettungskräften und Polizei auf die Probe gestellt. Regierungspräsident Rainer Haselbeck eröffnete die Übung mit dem Einsatznamen „ISAR 2018“ und bekräftigte seine Überzeugung, dass man für den Ernstfall gut gerüstet sei.

Das vom Landesamt für Umwelt entworfene Szenario war herausfordernd. Innerhalb weniger Stunden mussten die Verantwortlichen im Krisenstab alle verfügbaren Maßnahmen des nuklearen Katastrophenschutzes anwenden. Das gefährdete Gebiet musste ermittelt und die Bewohner mussten gewarnt, mit Jodtabletten versorgt und schließlich teilweise evakuiert werden. Notfallstationen zur Dekontamination der Flüchtenden waren zu planen und die Unterbringung Evakuierter zu organisieren.

Parallel dazu musste die Bevölkerung ständig umfassend informiert und auf dem laufenden Stand gehalten werden. Dafür wurden Bürgertelefone eingerichtet und eine Internetseite mit regelmäßig aktualisierten Lageberichten und Sicherheitshinweisen freigeschaltet.

Erstmals erprobt wurde bei dieser Übung die neue „Darksite“ der Regierung von Niederbayern. Eine solche Internetseite, die im echten Einsatzfall schnell aktiviert werden kann und für eine ständige Versorgung der Bevölkerung mit aktuellen Informationen sorgen soll, muss gemäß geltender Katastrophenschutzrichtlinien von der einsatzleitenden Regierung vorbereitet werden.

In die Katastrophenschutzübung waren das Staatsministerium des Innern und für Integration, das Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, das Landesamt für Umwelt sowie das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Landshut eingebunden. Darüber hinaus waren auch alle niederbayerischen Kreisverwaltungsbehörden, die Integrierten Leitstellen Landshut, Passau und Straubing, die Regierung von Oberbayern mit mehreren Landratsämtern, das Polizeipräsidium Niederbayern, die Polizeiinspektion Landshut und die Bundespolizei, das Bezirksverbindungskommando der Bundeswehr, das Bayerische Rote Kreuz, der Malteser Hilfsdienst, das Technische Hilfswerk und der Kraftwerksbetreiber PreußenElektra an der Übung beteiligt.

 
 
 

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