Ohne "Geld-zurück-Garantie" Prozess um vermöbelten Drogendealer in Regensburg

Für 100 Euro sollte ein Mann in Regensburg Marihuana besorgen. Das Geld soll er eingesteckt, die Ware aber nicht geliefert haben - dafür soll er sich Schläge von seinen Kunden eingehandelt haben. (Symbolbild) Foto: Matthias Balk/dpa
Für 100 Euro sollte ein Mann in Regensburg Marihuana besorgen. Das Geld soll er eingesteckt, die Ware aber nicht geliefert haben - dafür soll er sich Schläge von seinen Kunden eingehandelt haben. (Symbolbild) Foto: Matthias Balk/dpa

Am Amtsgericht Regensburg beginnt am Dienstag der Prozess gegen insgesamt sechs Beschuldigte, die nach einem gescheiterten Drogendeal einen Dealer verprügelt und entführt haben sollen, um ihr Geld zurückzubekommen.

Laut Anklageschrift sollen die Beschuldigten dem Geschädigten Mitte Oktober 2019 in Regensburg 100 Euro gegeben haben, wovon er Marihuana besorgen wollte. Später am selben Tag trafen sie den Dealer erneut und wollten ihr Geld zurück. Weil der Dealer den Betrag nicht bei sich hatte, sollen die sechs Männer auf ihn eingeschlagen, ihn dabei erheblich verletzt und ihm zudem sein Handy gestohlen haben. 

Darüber hinaus zerrten die Beschuldigten ihr Opfer mutmaßlich in ihr Auto und fuhren mit ihm zu dessen Wohnung, wo er die 100 Euro holen und übergeben sollte. Auf dem Weg dorthin sollen sie ihn weiter malträtiert und eingeschüchtert haben. Letztlich bekamen die Männer wohl ihr Geld – allerdings landeten sie auch auf der Anklagebank. 

Die Staatsanwaltschaft wirft der Gruppe nun neben versuchtem Drogenerwerb auch gefährliche Körperverletzung, Raub und Freiheitsberaubung vor.

Es gilt die Unschuldsvermutung: Die Beschuldigten sind so lange als unschuldig anzusehen, bis das Gericht ihre Schuld zweifelsfrei nachgewiesen hat.

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