Österreich Unterwegs auf der Sellrainer Hüttenrunde

Vom Sulzkogel aus blicken die Wanderer auf ein eindrucksvolles Bergpanorama. Foto: Tobias Wolf

Sellrain? Noch nie etwas davon gehört? Macht nichts. Sogar die Einheimischen witzeln darüber, dass nur wenige ihre Heimat kennen. "Komischerweise interessiert sich kaum jemand für uns - und dass, obwohl wir nur einen Steinwurf von Innsbruck entfernt liegen", sagt Lukas Ruetz mit einem Schmunzeln.

Der 26-Jährige aus dem 600-Seelen-Örtchen Gries im Sellrain ist Bergretter, leidenschaftlicher Wanderer und Skitourengeher und hilft zuhause im elterlichen Gasthof. Seine Heimat kennt er wie seine Westentasche, er interessiert sich für die Bio- und Geologie, die Flora und Fauna. Und Lukas ist sich sicher: "Genau diese Stille, dieses Entschleunigte ist es, das unsere Region ausmacht." Hier im Sellraintal laufen die Uhren anders: gemütlicher, traditioneller. Bei der Anfahrt kreuzen seelenruhig Esel, Pferde und Kühe die geschlängelte Bergstraße. Urige Häuser zieren die Hänge der umliegenden Bergketten.

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