Österreich Spaziergang durch die Antike

Ein Blick in das Leben der römischen Oberschicht: der Apsidensaal der Villa Urbana in Carnuntum Foto: Atelier Olschinsky

In der niederösterreichischen Gemeinde Petronell-Carnuntum erwacht die Römerzeit zum Leben.

Auf dem Holztisch liegen frische Lauchstangen, daneben ein Teller mit Knoblauchknollen und Zwiebeln, und ein kleiner Laib Brot: Wenn man die Küche im Haus des Lucius betritt, meint man, die Bewohner hätten sie gerade eben verlassen. Selten fühlt man sich so zurückversetzt in die Vergangenheit wie hier in der niederösterreichischen Römerstadt Carnuntum östlich von Wien. Dabei liegen rund 1.700 Jahre zwischen dem Leben des Tuchhändlers und unserem heutigen Besuch.

Carnuntum war eine außergewöhnliche Stadt, die am Ende des 2. Jahrhunderts weit über 50.000 Einwohner hatte und die zweitbedeutendste Stadt nördlich der Alpen war. Ihren Erfolg verdankte sie in erster Linie ihrer strategisch günstigen Lage an der Donau: Auf dem sogenannten Altenburger Plateau ist das südliche Donauufer um rund 30 Meter höher als das nördliche. Daher errichtete der spätere Kaiser Tiberius im Jahr 6 nach Chr. am südlichen Ufer ein Winterlager, das etwa 50 Jahre später unter Kaiser Claudius zum Legionslager ausgebaut wurde. 

 

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