Österreich Ein Winter wie lange nicht mehr

Grandioser Blick auf das Großarltal vom Harbach-Sessellift. Foto: Henno Heintz

Das hat es lange nicht mehr gegeben. So einen Winter! Über einen Meter Schnee am Berg, der mächtig auf den Dächern der Almhütten lastet und die Äste der Tannen schwer nach unten drückt. Für Wintersportler beste Bedingungen für genussvolles Skifahren auf bestens präparierten Pisten und abseits auf herrlichen Neuschnee-Varianten. Wo? In Großarl, dem kleinen, gemütlichen Ort im Pongau im Salzburger Land.

Thomas Wirnsperger macht einen zufriedenen Eindruck. "Dieser Winter ist fantastisch," meint der Tourismuschef, "aber für unsere Region nicht ungewöhnlich. Alle fünf bis sechs Jahre haben wir immer mal wieder so viel Schnee."

Also nichts wie hinaus. Bereits kurz vor neun klettern die ersten bunt gekleideten Ski- und Snowboardfahrer an der Talstation der Panoramabahn fröhlich in die gelben Sechser-Kabinen, die bis knapp unter den 2.027 Meter hohen Kreuzkogel, den Hausberg des Skigebiets, schweben. Dort oben stellt sich die Frage: Auf einer der vielen Varianten zurück nach Großarl oder unterhalb des Fulseckgrads hinunter nach Dorfgastein. Die Zweitäler-Skischaukel macht's möglich.

Der Neuschnee sorgt für Juchzer

Wir entscheiden uns für die Route nach Dorfgastein vorbei an der Wengeralm, eine der 15 Skihütten im gesamten Skigebiet, wo auf der großen Terrasse bereits die Tische und Bänke zurechtgerückt werden; es verspricht ein sonniger Tag zu werden. Der Neuschnee der letzten Nacht hat die Pisten mehr als überzuckert und sorgt für ein Skivergnügen, das den einen oder anderen lauten Juchzer wert ist. An der Talstation dieselbe bunte Fröhlichkeit wie in Großarl. Rasch bringen uns die roten Gondeln von Dorfgastein zurück zur Gipfelstation auf den Fulseck (2033 m). Ein weiterer Abfahrtstraum beginnt, diesmal in Richtung Großarl, auf der Himmelreich-Piste. Die Fahrt auf daunenweichem Pulverschnee ist wirklich himmlisch.

Auch am nächsten Tag - Sonne pur. Ein idealer Tag für einen Ausflug von Dorfgastein ins Schlossalm-Skigebiet von Bad Hofgastein und weiter durchs Angertal auf den grandiosen Skiberg Stubnerkogel. Die Busse pendeln im Halbstundentakt. Die meisten Passagiere kommen aus Dorfgastein. Thomas Wirnsperger: "Von unseren Gästen bleiben die meisten auf den heimischen Pisten."

Spiel und Spaß für die kleinen Besucher

Darunter sind auch viele Familien. Großarl gilt als sehr kinderfreundlich. Im Skigebiet, aber auch in den Hotels, wie im "Edelweiss", das den Kleinen einen großzügigen Spielraum bietet. Einmal pro Woche bringt ein Zauberer im "Edelweiss" während des Abendessens die lieben Kleinen zum Staunen, wenn er - von Tisch zu Tisch gehend - Tücher verschwinden lässt, Ringe aus der Nase zieht oder einen Luftballon in einen Affen verwandelt.

Und der Zauber geht weiter, wenn - voraussichtlich im Winter 2019/20 - die Bergbahnen ihre Pläne realisiert haben: eine zweite Skischaukel auf dem Fulseck-Grat. Rund 45 Millionen wollen Großarl und Dorfgastein investieren, um das Gebiet am 1953 m hohen Kieserl zu erschließen. Das Kieserl, so Peter Hettegger, Chef vom "Edelweiß" und Geschäftsführer der Großarler Bergbahnen, sei das "Urskigebiet" von Großarl. Bis in die 1970er-Jahre führte ein Lift auf den Grat. "Die alten Pisten sind teilweise noch vorhanden," so Hettegger. "Unsere Gäste können dann endlich eine große Runde fahren von einem zum anderen Berg."

Weitere Informationen

Tourismusverband Großarl, Tel. +436414/281, info@grossarltal.info, www.grossarltal.info.
Die Wintersaison 2017/2018 läuft bis Sonntag, 8. April 2018. Nicht versäumen sollte man das Big-Bottle-Buddeln in der Ski-und Weingenusswoche vom 10. bis 17. März. Dabei müssen mit einer Nummer versehene, in einer Holzkiste verpackte Großweinflaschen aus dem tiefen Schnee gebuddelt werden, um einen der wertvollen Preise - von einem Goldbarren im Wert von 1750 Euro bis zum Audi A1 Sportback - zu gewinnen.

 
 

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