Öffentlicher Kanu-Zugang zum Schwarzen Regen Ein weiterer Schritt Richtung Einstieg

Hier am Schwarzen Regen unterhalb der Kläranlage ist der Einstieg geplant. Foto: Wühr

Der hinter der Kläranlage, flussabwärts geplante öffentliche Einstieg für Kanufahrer in den Schwarzen Regen nimmt konkretere Formen an. Laut Tagesordnung der nächsten Bauausschusssitzung ist dort ein Ortstermin geplant.

Wie Bürgermeister Franz Wittmann auf Anfrage mitteilt, ist ein Zugang zum Fluss mit einigen Treppenstufen und einer Plattform im Wasser vorgesehen.

Treppe zum Fluss

Auf jeden Fall soll die Stelle lediglich als Zugang dienen, parkende Fahrzeuge oder abgestellte Boote will er dort nicht zulassen.

Bei einem Gespräch mit Vertretern des Landratsamtes und dem Sprecher der Kanuverleiher, Ludwig Zankl aus Miltach, wurden noch Details geklärt.

Lieselotte Bielmeier, Sachgebietsleiterin Natur und Umwelt am Landratsamt Regen bestätigt, dass Gabriel Happernagel vom Bereich Naturschutz dabei war, um sicherzugehen, dass an dieser Stelle kein Biotop betroffen ist,

Fischer sind einverstanden

Vertreter des Bezirksfischereivereins, der sich bekanntlich in der Vergangenheit über die massive Zunahme des gewerblichen Kanuverleihs entlang des Gewässers beschwert hat, waren bei dem Gespräch nicht dabei.

Die Fischer hatten gegen die schifffahrtsrechtliche Genehmigungen für die Kanuverleiher durch das Landratsamt geklagt, waren aber in erster Instanz mit ihrer Klage gescheitert. Sie hatten sich vor allem gegen den Einstieg in Großenau, flussaufwärts einer Fischtreppe ausgesprochen. Mit dem jetzt vorgeschlagenen Ort sind sie dagegen einverstanden, wie Wolfgang Ebner, zweiter Vorsitzender des Vereins sagt. Sie seien sogar im Vorfeld von Bürgermeister Wittmann dazu gehört worden und hatten ihr Ok gegeben. "Wir sehen das absolut positiv", betont Ebner.

Einstieg noch vor Pfingsten

Der Einstieg soll noch vor Pfingsten geschaffen werden.

Für die Freizeitsportler gelten die allgemeinen Corona-Regeln, wie Silvia Moser vom Ordnungsamt des Landratsamtes betont. Das heißt, der Verleih von Kanus ist in diesem Rahmen zulässig.

Der Viechtacher Kanuverleiher Wolfram Thies steht dem Einstieg kritischer gegenüber.

"Zu starke Belastung"

Er befürchtet "eine zu starke Belastung" des Regenflusses in dem Abschnitt zwischen Viechtach und Höllensteinsee. "Das kann keine dauerhafte Lösung sein, die Strecke wird überlaufen sein", sagt er.

Zudem ist es für ihn unverständlich, dass die Fischer zunächst vehement gegen den gewerblichen Kanubetrieb waren und nun doch einverstanden sind.

Ludwig Zankl, Kanuverleiher aus Miltach, ist mittlerweile so etwas wie der Sprecher seiner Kollegen geworden. Er war ebenfalls bei dem Termin mit Bürgermeister und Happernagel dabei. Er spricht von "großer Einigkeit" zwischen ihm und dem Bürgermeister. Auch mit Vertretern des Fischereivereins hat er Gespräche geführt, die positiv verlaufen sind.

Er möchte, dass Ruhe einkehrt und einvernehmliche Lösungen gefunden werden.

Er hat auch dafür gesorgt, dass ein Umweltverträglichkeitsgutachten erstellt wird, das von allen gewerblichen Bootsverleihern finanziert wird und Fakten schafft.

Zankl hätte sich zwar einen etwas breiteren Zugang gewünscht, ist aber froh, dass überhaupt ein öffentlicher Zugang in Viechtach geschaffen wird.

Letztlich hängt der Ausbau nun von der Entscheidung im Bauausschuss ab.

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