"Zu mir haben sie immer gesagt, du bist wie der Onkel Hans. Vielleicht stimmt es ja, denn ich singe und pfeife auch heute noch gerne", sagt Adolf Freymüller aus Oberschneiding. Sein Onkel, Johann Freymüller, war im Ersten Weltkrieg unter anderem in der Schlacht von Verdun dabei. Seine Erinnerungen wurden vom Stadtarchiv Schwandorf gesammelt und herausgegeben. Trotz des Krieges hat sich sein Onkel, wie Adolf Freymüller erzählt, seinen Lebensmut immer bewahrt.

Schon die einleitenden Sätze der Kriegsmemoiren des gebürtigen Oberschneidingers Johann Freymüller spiegeln Spannungsverhältnisse der damaligen Zeit wider. Zunächst schreibt Freymüller: "Mit Begeisterung und Freude, mit Stolz und froher Zuversicht zog ich am 8. Mai 1915 ins Feld." Eine ähnliche Begeisterung herrschte auch bei den Zuschauern, als sein Bataillon abmarschierte: "Buben drängten sich heran mit einem Papierhelm auf dem Scheitel: Sie wollten unsere Gewehre, unsere Helme oder sonst ein Stück tragen und in einem fort plapperten sie: ‚Ich werde auch Soldat, ich ziehe auch in den Krieg!'" Dann jedoch drängt sich Freymüller die Frage auf: "War es nicht widersinnig zu johlen, wenn man vielleicht in den Tod ging?"

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