Unwetter und Hagel "Schneise der Verwüstung" durch Teile Ostbayerns

, aktualisiert am 29.07.2020 - 07:30 Uhr
Auch die Badegäste am Roithersee bei Neutraubling (Kreis Regensburg) wurden am Dienstagabend von dem heftigen Unwetter überrascht. Bäume wurden entwurzelt und landeten teilweise auf geparkten Autos. Foto: Alexander Auer

Am frühen Dienstagabend entluden sich schwere Gewitter über Ostbayern. In der Oberpfalz kam es teilweise auch zu Hagelschauern.

Zwischen 16.45 und 18.30 Uhr zählte das Polizeipräsidium Oberpfalz insgesamt 41 witterungsbedingte Einsätze. So stürzten am Roither Weiher etwa mehrere Bäume um. Dabei wurden acht Personen durch herabfallende Äste verletzt. Auch mehrere Autos wurden beschädigt. Auf der Donau bei Kiefenholz kenterte wegen des Unwetters ein Jet-Ski. Die drei Fahrer konnten sich selbst ans Ufer retten, der Jet-Ski wurde später von der Wasserschutzpolizei geborgen.

Mit am schlimmsten wurde wohl der Landkreis getroffen, besonders die Gemeinde Traitsching. Hier wurden durch das Unwetter mehrere Häuser abgedeckt sowie Telefonmasten und Bäume umgeknickt. Die B20 musste in diesem Bereich mehrere Stunden lang gesperrt werden.

Auch über den Roithersee bei Neutraubling fegte das Unwetter hinweg. Minutenlang prasselten zentimetergroße Hagelkörner auf die dortigen Badegäste nieder. Bäume wurden entwurzelt. Glück im Unglück hatte ein Mann in einem Audi: er war aus seinem Auto gestiegen und wenige Sekunden später krachte ein riesiger Baum auf das Dach seines Wagens. Eltern und Kinder rannten angesichts dieser Naturgewalten schreiend weg. Der Rettungsdienst vor Ort verzeichnete vier Verletzte mit Kratzern und blauen Flecken.

Deutlich glimpflicher kam dagegen Niederbayern davon. Dort verzeichnete das Polizeipräsidium lediglich sechs unwetterbedingte Einsätze zwischen 17 Uhr und 18.30 Uhr. Der schwerwiegendste davon in Grüb im Landkreis Freyung-Grafenau, wo ein entwurzelter Baum an einem Bahnübergang auf eine Stromleitung kippte. Zeitweise kam es deshalb in der Umgebung zu Stromausfällen. In Schlotzendorf bei Viechtach spülte der starke Regen einen Gullydeckel auf die Doktor-Winterling-Straße. Ein Autofahrer bemerkte das zu spät und fuhr in die Öffnung. Dabei entstand geringer Sachschaden. 

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