Oberliga Süd

Es kriselt bei den Eisbären - Vertrag mit Reisnecker aufgelöst


Filip Reisnecker spielt nicht mehr für die Eisbären Regensburg.

Filip Reisnecker spielt nicht mehr für die Eisbären Regensburg.

Unruhige Zeiten bei den Eisbären Regensburg. In der sportlichen Krise meldet sich erst der Geschäftsführer zu Wort, dann wird der Vertrag mit Filip Reisnecker (17) aufgelöst.

Es kriselt bei den Eisbären Regensburg. Mit nur acht Punken nach neuen Spielen und zuletzt fünf Niederlagen in Folge ist die Mannschaft in der Tabelle der Oberliga Süd auf Rang zehn abgerutscht. Eine Situation, die für die durchaus ambitioniert in die Saison gestarteten Oberpfälzer alles andere als zufriedenstellend sein kann.

Auch im Umfeld rumort es. Wohl auch deswegen sah sich Eisbären-Geschäftsführer Christian Sommerer in dieser Woche dazu veranlasst, ein öffentliches Statement abzugeben. "Wir nehmen die Bedenken und die Kritik unserer Fans immer sehr ernst und beschäftigen uns intensiv mit der aktuellen Lage", wurde er zitiert. Man sei natürlich nicht zufrieden mit der Situation. "Wir sehen Probleme, haben sie benannt und in vielen einzelnen Gesprächen klar mit Trainer, Spielern und Funktionären analysiert", so Sommerer weiter.

Eine erste Konsequenz hat es nun bereits gegeben. Mit dem erst 17-jährigen Deutsch-Tschechen Filip Reisnecker wurde der Vertrag mit sofortiger Wirkung einvernehmlich aufgelöst, teilten die Regensburger am Freitag mit. Der Stürmer, der in der Saison 2017/18 bereits in Regensburg spielte, war im Sommer aus Salzburg zurückgekehrt. In neun Oberliga-Spielen brachte er es auf fünf Vorlagen und sammelte in sieben Spielen für das DNL-Team sieben Scorerpunkte (2 Tore, 5 Vorlagen). Über die Hintergründe wurde nichts bekannt, der Verein bezeichnete es aber als "erste Maßnahme", die es "im Zuge der Aufarbeitung der Gespräche mit der Mannschaft" gebe. Weitere dürften also folgen.

In seinem Statement fordert der Verein auch "alle, die starkes Eishockey in Regensburg wollen" auf, ihr Bekenntnis zum Standort abzugeben. Sportlich wie unternehmerisch eine dauerhaft stabile Basis zu bilden, sei immer eine Herausforderung, die Zeit und Geduld brauche. Man wolle die Eisbären zu einem verlässlichen Partner machen, auf den man dauerhaft bauen könne, so Sommerer. "Schwierige Situationen müssen dabei von allen gemeinsam konstruktiv bewältigt werden, denn leicht wird es im Eishockey wohl nie sein."

Am Freitagabend sind die Eisbären zu Gast beim Tabellenletzten in Höchstadt. Da kann die Mannschaft den Worten des Geschäftsführers dann Taten auf dem Eis folgen lassen.