Ober- und Mittelfranken Erzbischof Schick: Keine Kirche ohne Priester

Ludwig Schick (l-r), Erzbischof von Bamberg. Foto: Daniel Vogl/dpa

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat Priester als wesensnotwendig für die Kirche bezeichnet. Andernfalls sei sie nicht mehr als eine sozial-karitative Einrichtung, sagte Schick am Freitag im oberfränkischen Vierzehnheiligen laut einer Mitteilung der Erzdiözese.

Der Erzbischof habe damit auf die Debatte des Reformprozesses "Synodaler Weg" reagiert. Dort wird auch über die Frage diskutiert, ob es Priester brauche.

Die Kirche sei mehr als ein soziales Gebilde oder ein Verein für seelisches und körperliches Wohlbefinden, betonte Schick. Er feierte in der Basilika Vierzehnheiligen einen Festgottesdienst mit Priestern zum Jubiläum ihrer Weihe. "Der priesterliche Dienst, der durch die Weihe übertragen wird, soll den göttlichen Ursprung der Kirche und ihr Ziel, das Himmelreich, deutlich machen."

Der Erzbischof mahnte jedoch auch: Es mache ihn immer nachdenklich, wenn Priester bei Begrüßungen als "hohe Geistlichkeit" angesprochen würden. "Wir müssen unsere hohe und verantwortungsvolle Weihe und Sendung in Demut und Heiligkeit wahrnehmen. Sonst richten wir mehr Schaden als Nutzen an." Priester müssten Brüder der Menschen sein, die den Menschen dienen und nicht über sie herrschen wollten, sagte Schick der Mitteilung zufolge.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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