Notfallversorgung in Straubing Klinik Bogen wird vorübergehend Covid-19-Zentrum

Aktuell werden Covid-19-Patienten im Landkreis gebündelt in der Klinik in Bogen behandelt. Die Notfallversorgung konzentriert sich vorübergehend in Straubing und Mallersdorf. Foto: Elisabeth Landinger

Ab sofort steht die Klinik Bogen vorübergehend, ausschließlich für angemeldete, stationär behandlungsbedürftige Covid-19-Patienten und -Verdachtsfälle zur Verfügung. Das teilte die Pressestelle des Krankenhauses am Donnerstag mit.

Die chirurgische Ambulanz habe demnach aber in der Übergangsphase noch bis über das Wochenende für Patienten mit ambulant behandelbaren Verletzungen geöffnet.

Notfallversorgung vorübergehend in Straubing und Mallersdorf 

Andere Kliniken in Stadt und Landkreis Straubing-Bogen entlasten die Klinik in Bogen nun von stationär behandlungsbedürftigen Notfällen aller Art ohne Verdacht auf eine Covid-Erkrankung. Die Notfallversorgung, auch im Einzugsbereich der Klinik Bogen, übernehmen solange das Klinikum St. Elisabeth in Straubing und im westlichen Landkreis die Klinik Mallersdorf.

Wer nun mit dem Rettungsdienst in eine Klinik transportiert werden muss, kommt automatisch über die Steuerung der Integrierten Leitstelle Straubing in die für ihn zuständige Klinik. Patienten mit Symptomen sollen auch in Zukunft nicht direkt in ein Krankenhaus gehen, auch nicht in die Klinik Bogen. Erster Ansprechpartner bleiben die niedergelassenen Ärzte und die KVB, die über das weitere Vorgehen entscheiden.

Patienten, die eigenständig mit akuten Beschwerden und ohne Verdacht auf eine Coronainfektion eine Klinik aufsuchen wollen, sind dazu aufgerufen, je nach Entfernung primär in das Klinikum St. Elisabeth in Straubing oder die Klinik Mallersdorf zu fahren. 

Nichtsdestotrotz haben sich aber auch die Kliniken Straubing und Mallersdorf auf die Versorgung von Coronapatienten eingestellt. Sollten sich in der Übergangszeit doch noch stationär behandlungsbedürftige Krankheitsbilder bei Patienten der Chirurgischen Ambulanz der Klinik Bogen herausstellen, so werden diese nach Sichtung und Erstversorgung in Bogen an die kooperierenden Kliniken mit weiterbestehender kompletter Notfallversorgung weiterverlegt. Die in Bogen geschaffenen Kapazitäten für Covid-19-Patienten bleiben auf diese Weise aufrechterhalten.

Aufrechterhaltung der Gesamtversorgung

Die Verantwortlichen des Gesundheitswesens in der Stadt Straubing und im Landkreis Straubing-Bogen folgen mit dieser Ressourcenbündelung zugunsten von Covid-Patienten der Allgemeinverfügung des Bayerischen Gesundheitsministeriums. Die Klinik Bogen hatte sich aufgrund ihrer personellen, technischen und räumlichen Leistungsfähigkeit als geeigneter Partner zur Übernahme dieser Sonderrolle für die Dauer der Coronakrise herauskristallisiert.

Für Entlastung der Klinik Bogen sorgt im abgestuften Gesamtkonzept außerdem die Orthopädische Fachklinik Schwarzach. Sie hat sich bereiterklärt, leichte und fast abgeheilte Corona-Patienten zu übernehmen, falls auch die Klinik Bogen an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen sollte.

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