Nordrhein-Westfalen Drei Punkte: Klauß lobt Nürnberger "Haltung"

Der Nürnberger Trainer Robert Klauß beobachtet das Spiel. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Bildarchiv/dpa

Dieser knappe "Club"-Erfolg könnte zu einem Schlüsselmoment in dieser Saison werden. Ums Siegtor in Düsseldorf wird in der Kabine ein wenig gestritten. In der Tabelle rückt oben alles noch enger zusammen.

Düsseldorf (dpa/lby) - Den kleinen Kabinen-Streit um das Siegtor verfolgte Trainer Robert Klauß angesichts des so wichtigen ersten Sieges des 1. FC Nürnberg im neuen Jahr recht entspannt. "Über das Tor wird gestritten zwischen den Spielern", verriet Klauß nach dem 1:0 bei Fortuna Düsseldorf, mit dem der "Club" am 20. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga seine Zugehörigkeit zu den Topteams bestätigte.

"Das sollen sie untereinander ausmachen", bemerkte Klauß zu den Diskussionen, die am Freitagabend in der "Club"-Umkleide stattfanden. Das Tor des Abends in der 2. Minute wurde offiziell Lino Tempelmann zuerkannt. Den Schuss des Mittelfeldspielers hatte Nikola Dovedan allerdings maßgeblich abgefälscht. "Der Dove sagt, ganz klar, sein Tor. Er kriegt den Ball ans Knie", berichtete Klauß. Vermitteln musste er aber nicht: "Alles gut, die Jungs verstehen sich gut."

Und in einem Punkt waren sich auch Tempelmann und Dovedan absolut einig: Ihre Co-Produktion war spielentscheidend und womöglich ein Schlüsselmoment für den "Club" in dieser Saison. "Durch den Sieg des HSV gegen St. Pauli rückt oben alles nochmal enger zusammen. Wir schauen einfach mal, wo wir am Ende mitspielen", sagte Dovedan.

Klauß war als Trainer nach dem ärgerlichen 2022-Fehlstart gegen den SC Paderborn (1:2) besonders wichtig, welche Mentalität und Reaktion sein Team zeigen würde. "Es ging um Haltung, dass wir ausstrahlen, dass wir das Spiel gewinnen wollen, dass wir mutig sind", sagte der Coach. Er bekam, was er zu sehen wünschte: "Die Haltung war okay."

Im auf den Gegner angepassten 4-3-3-System begann der "Club" stark und verteidigte die knappe Führung in der Schlussphase erfolgreich. "Hinten raus ging es nur noch darum, das Ergebnis über die Zeit zu bringen", sagte Klauß. Er stellte darum sogar auf Fünferkette um.

Klauß lobte die "sehr stabile" Innenverteidigung und den "sehr guten" Torwart Christian Mathenia. Er sprach aber auch das "Spielglück" an, das zuletzt in einigen Partien gefehlt habe. "Es ist sehr eng in dieser Liga. Mit so einer Leistung haben wir auch schon Spiele verloren und Gegentore gekriegt", resümierte der FCN-Coach.

Zu den positiven Aspekten gehörte auch das Startelf-Comeback von Pascal Köpke nach mehr als einem Jahr. 70 Minuten hielt der Stürmer durch. "Mich freut es riesig für ihn, dass er wieder von Anfang an auf dem Platz stand. Das hat er sich erarbeitet", sagte Klauß. Im Aufstiegsrennen könnte Köpke noch zu einem "Club"-Trumpf werden.

© dpa-infocom, dpa:220123-99-817060/2

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading