Niederlage in Leipzig

Beierlorzer nach Pokal-Aus: "Bodenlose Enttäuschung"


Redebedarf: die Spieler des SSV Jahn Regensburg stellten sich nach dem Pokal-Aus in Leipzig ihren Fans.

Redebedarf: die Spieler des SSV Jahn Regensburg stellten sich nach dem Pokal-Aus in Leipzig ihren Fans.

Der SSV Jahn Regensburg hat sich in der ersten Runde aus dem DFB-Pokal verabschiedet. "Das ist brutal für uns", sagte Trainer Achim Beierlorzer.

Der Pokal hat seine eigenen Gesetze, das hat der SSV Jahn Regensburg am Sonntagnachmittag leidvoll zu spüren bekommen. Mit 1:2 (1:0) unterlag der Zweitligist beim Oberligisten BSG Chemie Leipzig. Trotz Führung gelang dem Jahn kein Sieg und nach einem Last-Minute-Gegentreffer stand das Aus fest. "Für uns ist das natürlich eine bodenlose Enttäuschung, wir sind zutiefst enttäuscht", sagte Trainer Achim Beierlorzer im Anschluss.

"Den Willen kann ich meiner Mannschaft nicht absprechen", betonte Beierlorzer. Die Mannschaft habe das Spiel ganz gut angenommen. Nach einem Standard sorgte Julian Derstroff auch für die Führung Regensburgs. "Danach haben wir es verpasst, zielorientierter zu sein, unsere Stärken und unsere Individualität ins Spiel zu bringen."

Dabei ist zu sehen gewesen, dass sich der Jahn schwertut, wenn er das Spiel machen muss. "Wir merken, dass wir es nicht in uns haben, so ein Spiel zu dominieren und uns viel mehr Chancen herauszuspielen. Unsere Spielweise kommt über das Kollektiv und das Spiel gegen den Ball", so Beierlorzer.

In der zweiten Halbzeit kassierte der Jahn dann den Ausgleich durch Philipp Wendt, dem ein Foul an Benedikt Saller vorausgegangen war. Der Jahn hatte in der Folge durch einen Pfostenschuss von Andi Geipl noch die große Möglichkeit zur erneuten Führung. Doch dann schlug in der Nachspielzeit erneut der Underdog zu. "So ist es im Pokal. Es kommt ein langer Schlag, der Ball wird verlängert, der Volleyschuss geht in die Ecke und wir sind raus", sagte Beierlorzer.

"Es ist schwierig, eine tief stehende Mannschaft zu bespielen, das ist für jede Mannschaft eine Herausforderung", sagte Beierlorzer und fügte mit Blick auf seine eigene Mannschaft hinzu: "Es ist sicher keine unserer Stärken, wenn wir gegen einen tief stehenden Gegner spielen, der uns das Spiel überlässt." Seine Mannschaft habe nicht entschlossen und zielorientiert genug agiert, um nach der Führung das zweite oder dritte Tor nachzulegen. Und so herrschte am Ende große Enttäuschung beim Jahn. "Das ist brutal für uns. Wenn man sich in der Kabine unsere Mannschaft anschaut, dann sieht das jeder so", sagte Beierlorzer.