Niederlage gegen den VfB Stuttgart Beim SSV Jahn überwiegt das Positive

Der SSV Jahn (links Sebastian Stolze) hielt die Partie gegen den VfB Stuttgart bis zum Schluss offen. Foto: imago

Jahn-Trainer Mersad Selimbegovic war stolz auf die Leistung seiner Mannschaft gegen den VfB Stuttgart und erklärte nach der Partie auch, warum Oliver Hein nicht im Kader stand.

Dass der SSV Jahn Regensburg am Samstagnachmittag sein Heimspiel gegen den Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart verloren hat, ist nicht völlig überraschend. Ebenso wenig überraschte es, dass die Regensburger dem großen Favoriten bis zuletzt alles abverlangten und ein Punktgewinn am Ende sogar möglich war. Entsprechend sind es trotz der 2:3-Niederlage vor allem die positiven Aspekte, die beim Jahn hängenbleiben. "Ich bin stolz auf die Mannschaft", sagten Trainer Mersad Selimbegovic und Kapitän Marco Grüttner nach der Partie unisono. "Wir haben versucht, unsere Spielweise zu spielen, haben attackiert, waren mutig. Am Ende wäre mit ein bisschen Glück zumindest ein Punkt drin gewesen, das macht mich stolz", so Selimbegovic.

Die Gäste ließen ihre individuelle Qualität immer wieder aufblitzen, taten sich gegen die Regensburger aber auch lange Zeit schwer. Gefühlt mit 80 Prozent habe seine Mannschaft gespielt, sagte VfB-Coach Tim Walter nach der Partie. "Wenn der Trainer seine Mannschaft gut kennt und sagt, dass sie mit 80 Prozent gespielt haben, dann gibt es keinen Grund, dass ich widerspreche. Ich kann nur sagen: Meine Mannschaft hat mit hundert Prozent gespielt", antwortete Selimbegovic.

Selimbegovic: Grüttner? "Der ist unbezahlbar"

Dass der VfB dennoch mehr Spielanteile hatte, war freilich im Vorfeld der Partie schon zu vermuten. 70 Prozent Ballbesitz hatten die Schwaben letztlich. "Wir sind auch keine Mannschaft, die auf Ballbesitz aus ist", sagte Selimbegovic. Man müsse auch sehen, welche Mannschaft auf der anderen Seite stehe. Stuttgart könne für einen einzelnen Stürmer mehrere Millionen Euro investieren. Auf die Anmerkung, wie viel denn Marco Grüttner koste, antwortete Selimbegovic mit einem Lächeln: "Der ist unbezahlbar."

Der Jahn kam auch gegen Stuttgart zu einigen Tormöglichkeiten und zu zwei Treffern. Einen davon erzielte der letzte Neuzugang Federico Palacios, der nach seiner Einwechslung unabhängig vom Tor zu gefallen wusste. "Wir freuen uns, dass er sich gleich mit einem Tor belohnt hat. Er ist ein Spieler, der uns weiterbringt, der flexibel ist und Qualität im Abschluss hat. Beim Tor so cool zu bleiben, das schafft auch nicht jeder", sagte Selimbegovic. Wo genau er Palacios sieht, ob eher im Zentrum oder auf den Außen, konnte er derweil noch nicht beantworten. "Wir haben uns noch nicht festgelegt, sondern haben einen Spieler gesucht, der alles spielen kann."

Darum fehlte Hein im Kader

Wie groß die Konkurrenzsituation im Kader des Jahn inzwischen ist, verdeutlichte am Samstag ein Blick auf die Tribüne. Jan-Marc Schneider, zu Saisonbeginn noch in der Startelf, war nicht einmal im Kader. Und auch Oliver Hein stand nicht im Aufgebot. "Oli war lange verletzt, hat diesen Sommer die komplette Vorbereitung mitgemacht und jedes Testspiel mitgespielt", erklärte Selimbegovic. "Bei ihm merkt man, dass jetzt langsam das kommt, was ganz normal ist. Dass ein Spieler müde und nicht so spritzig ist."

Der Trainer sprach von "Schutzmaßnahmen" für den Rechtsverteidiger. "Das ist für und nicht gegen Oli", sagte er. Mit Hein sei alles besprochen. "Wir kommunizieren offen und ehrlich miteinander. Wenn ein Spieler auch selbst spürt, dass er aktuell nicht mehr so spritzig ist, dann schauen wir, dass wir ihn möglichst schnell wieder dahin bringen. Diese Phase muss er jetzt durchmachen, aber jeder, der Oli kennt, weiß, was für ein Kämpfer er ist und dass er uns wieder Freude bereiten wird."

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