Niederbayern Wellenhofer: "Es ist schon ein bisschen besser geworden"

Für den ersten Monat mit dem neuen Wachdienstmodell zieht die Regierung von Niederbayern ein positives Fazit: "Der Einsatz des mobilen Sicherheitsdienstes in der Gemeinschaftsunterkunft Mallersdorf-Pfaffenberg hat sich nach den bisher aus der Gemeinde und vom Heimpersonal erhaltenen Rückmeldungen bewährt." Auch Karl Wellenhofer ist zuversichtlich: "Es ist schon ein bisschen besser geworden." Letztlich müsse sich aber alles erst einspielen. "Wenn man so einen Fall von Ruhestörung hat, sucht man erst mal, aus welchem Zimmer der Lärm kommt. Dann muss man sich Zugang zu dem Raum verschaffen und mit den Leuten dort reden." Deshalb dauere es zuweilen ein wenig, bis für die Nachbarn Ruhe einkehrt.

Neben der Einhaltung der Nachtruhe sorgen die Security-Mitarbeiter für zusätzliche Sicherheit in den Gemeinschaftsunterkünften. Wo viele Menschen sich wenig Platz teilen, gibt es auch Konflikte: "Bei auftretenden Konflikten führen die Heimleiter und die Mitarbeiter der Sicherheitsdienste klärende Gespräche mit den Bewohnern, um zu einer Entspannung der Situation beizutragen", heißt es in der Antwort der Regierung von Niederbayern auf unsere Anfrage, daneben sei es ihre Aufgabe "Personen, die sich unberechtigt in der Unterkunft aufhalten, aus dieser zu verweisen und in den Nachtstunden als Ansprechpartner in der Unterkunft zur Verfügung zu stehen."

Lage am Ankerzentrum "meist problemlos"

Der Behauptung, dass Asylunterkünfte negative Auswirkungen auf die Sicherheit im jeweiligen Stadtviertel haben, widerspricht auch der Deggendorfer Landrat Christian Bernreiter. In seinen Zuständigkeitsbereich fällt das Ankerzentrum in Deggendorf. Vereinzelt habe es dort gewaltsame Auseinandersetzungen und Diebstähle gegeben - die Opfer waren dabei andere Bewohner des Zentrums. Nach außen allerdings gebe es keine negativen Auswirkungen. „Von Ruhestörungen abgesehen haben wir keine Probleme mit der Einrichtung. Mit den Ruhestörungen ist es in den bevorstehenden Monaten auch weniger kritisch – wenn es kalt ist, wird auch wenig draußen gefeiert, die Fenster sind die meiste Zeit zu“, sagte Christian Bernreiter im Gespräch mit idowa

Die verzerrte Wahrnehmung in der Öffentlichkeit rühre laut Bernreiter daher, dass über normale, unauffällige Bewohner eben auch nicht berichtet würde. "Die Mehrheit der Bewohner der Gemeinschaftsunterkünfte hält sich an die geltenden Regeln", unterstreicht in diesem Zusammenhang auch die Sprecherin der Regierung von Niederbayern nochmals.

 
 

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