Niederbayern/Oberpfalz Blitz-Marathon: B20 Raserstrecke Nr. 1 im Freistaat

Von Mittwochmorgen bis Donnerstagmorgen fand wieder der Bayerische Blitzmarathon statt. Auch in Niederbayern und der Oberpfalz wurde 24 Stunden lang verstärkt kontrolliert. Die Bilanz: Bayernweit waren 8.466 Verkehrsteilnehmer mit zu viel Tempo unterwegs. Der absolute Geschwindigkeitsrekord wurde dabei auf der B20 bei Pilsting aufgestellt.

Das Polizeipräsidium Oberpfalz zählte in den 24 Stunden insgesamt 440 Beanstandungen. Im Vorjahr waren es mit 427 noch etwas weniger. Insgesamt wurde die Geschwindigkeit von 10.413 Fahrzeugen gemessen. Auf die beanstandeten Fahrer kommen nun Verwarnungsgelder bzw. Anzeigen und sogar Fahrverbote zu. Trauriger Spitzenreiter war ein Skoda-Fahrer, der am Mittwoch gegen 20.50 Uhr auf der B16 bei Nittenau mit 150 km/h geblitzt wurde. Erlaubt sind in diesem Bereich 100 Stundenkilometer. Der Mann muss nun mit 160 Euro Bußgeld, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot rechnen.

In Niederbayern wurden im selben Zeitraum etwas mehr Beanstandungen gezählt: Insgesamt 607 Autofahrer waren zu schnell unterwegs. Allerdings wurden hier auch deutlich mehr Fahrzeuge gemessen als in der Oberpfalz. Insgesamt waren es etwa 16.500. Das Polizeipräsidium Niederbayern zieht deswegen auch eine positive Bilanz. Üblicherweise liege die Beanstandungsquote deutlich höher. Die Ankündigung der Messstellen im Vorfeld habe offenbar Wirkung gezeigt. Allerdings gab es auch in Niederbayern einige Unbelehrbare. Besonders negativ fielen zwei Autofahrer auf der B20 bei Pilsting auf. Sie wurden mit 183 beziehungsweise 166 km/h geblitzt. Beide erwartet nun ein Bußgeld im dreistelligen Bereich, zwei Punkten und mehrmonatige Fahrverbote. Der Erstgenannte stellte mit seinen 183 Stundenkilometern sogar den zweifelhaften Rekord für Bayern insgesamt auf - für die größte gemessene Geschwindigkeitsüberschreitung im Verlauf des Blitzmarathons.

Bayernweit sind während des 24-Stunden-Blitz-Marathons 8.466 Geschwindigkeitssünder an den Messstellen kontrolliert worden. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zeigte sich laut einer Pressemitteilung seines Ministeriums überzeugt davon, dass die Intensiv-Kontrollaktion einen positiven Effekt auf die Vekehrssicherheit im Freistaat habe. Die Ergebnisse selbst sind laut Herrmann der Beweis, dass der Blitzmarathon eine wichtige Einrichtung ist: "Obwohl wir alle Messstellen frühzeitig im Internet unter veröffentlicht haben, sind offenbar immer noch viel zu viele Unbelehrbare unterwegs", so Herrmann. "Zu hohe Geschwindigkeit ist kein Kavaliersdelikt und oftmals lebensgefährlich."

Beim sechsten Bayerischen Blitzmarathon haben rund 1.900 Polizistinnen und Polizisten sowie etwa 50 Bedienstete der Gemeinden und Zweckverbände der kommunalen Verkehrsüberwachung 24 Stunden verstärkt die Geschwindigkeit an rund 2.000 möglichen Messstellen in ganz Bayern kontrolliert. Besonders im Visier waren Unfallschwerpunkte auf Landstraßen und Abschnitte, auf denen oft zu schnell gefahren wird.

 
 

2 Kommentare

Kommentieren

null

loading

Videos