Niederbayern/Oberpfalz Der große idowa-Jahresrückblick: September bis Dezember

3. September: Weltrekord auf dem Gillamoos aufgestellt
Weltrekord, die Zweite: Anfang Septemer wird in Niederbayern ein weiterer Weltrekord aufgestellt - im Maßkrugtragen. Der 45-jährige Oliver Strümpfel transportiert auf dem Gillamoos in Abensberg 29 Maßkrüge gleichzeitig und stellt damit eine neue Bestmarke auf. 

24. September: Die Bundestagswahl und ihre Folgen
Das politische Erdbeben erfasst auch unsere Region: Am 24. September wird in Deutschland gewählt - und die "etablierten" Volksparteien erleiden deutliche Verluste. Ein Trend, der sich auch in Niederbayern und der Oberpfalz beobachten lässt. Größter Gewinner ist hier die AfD, die in manchen Wahlkreisen nach der CSU sogar die zweitstärkste Kraft wird. Welche Folgen das Wahlergebnis auf Bundesebene haben wird, lässt sich auch über drei Monate danach nur schwer abschätzen. Die Jamaika-Sondierungsgespräche sind gescheitert, nun prüfen Union und SPD, ob sie es nicht doch noch einmal zusammen in einer Großen Koalition versuchen sollen. Die Alternativen wären eine Minderheitsregierung oder Neuwahlen. Das kommende Jahr wird zeigen, wohin die Reise geht. 

26. September: Der Bayern-Ei-Untersuchungsausschuss nimmt seine Arbeit auf
Die Bayern-Ei-Affäre ist einer der größten Lebensmittelskandale der jüngeren Zeit - und ihren Anfang nahm sie in Niederbayern. Nach wie vor sind jedoch noch viele Fragen offen. Um das zu ändern, wird ein eigener Untersuchungsausschuss gebildet, der am 26. September seine Arbeit aufnimmt. Dabei werden auch Politiker aus unserer Region wie der Straubinger Landrat Josef Laumer oder der Dingolfinger Landrat Heinrich Trapp vernommen. Auch wenn die Arbeit des Ausschusses noch lange nicht abgeschlossen sind, lässt sich bereits anhand der bisher gewonnenen Erkenntnisse sagen, dass massive Mängel im bayerischen Kontrollsystem den Salmonellen-Skandal begünstigten. 

1. Oktober: Straubing wird Universitätsstadt
Was lange währt, wird endlich gut: Zum 1. Oktober wird die Stadt Straubing offiziell zur Universitätsstadt erhoben. Der "Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit" ist damit der vierte Standort der Technischen Universität München (TUM). 1.000 Studienplätze und bis zu 80 Professuren sollen bis 2019 besonders rund um das Thema nachwachsende Rohstoffe geschaffen werden.

6. Oktober: Sechs Wölfe entkommen aus dem Nationalpark
Kaum ein Thema sorgt in diesem Jahr für mehr Reaktionen in unserer Region als dieses: In der Nacht auf den 6. Oktober entkommen sechs Wölfe aus ihrem Gehege im Nationalpark Bayerischer Wald. Die Mitarbeiter versuchen daraufhin mit Hochdruck, sie wieder einzufangen. Leider sind die Mühen nicht vollends von Erfolg gekrönt: Bislang konnte nur einer der Wölfe lebendig gefangen werden. Zwei Wölfe mussten erschossen werden, ein weiterer wurde von einer Regionalbahn erfasst und dabei getötet. Die Suche nach den letzten beiden entflohenen Wölfen dauert noch an. Wie genau die Tiere entkommen sind, ist bislang noch nicht geklärt. Laut Polizei könne eine Fremdeinwirkung aber nicht ausgeschlossen werden. 

7. Oktober: Brand in ehemaligem Jugendzentrum in Straubing
Ein schwarzer Tag für Straubing: In der Nacht auf den 7. Oktober bricht im Dachstuhl des ehemaligen Jugendzentrums ein Feuer aus. Das beinahe fertig sanierte Gebäude wird dabei so schwer beschädigt, dass es auf den Rohbauzustand zurückgebaut werden muss. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf mindestens fünf Millionen Euro. Beunruhigend ist der Brand auch deshalb, weil er mehrere Parallelen zu dem verheerenden Rathaus-Brand im Vorjahr aufweist. Die Polizei kommt bei ihren Ermittlungen allerdings zu dem Schluss, dass zwischen beiden Bränden kein Zusammenhang besteht

21. Oktober: Die Walhalla feiert ihren 175. Geburtstag
Sie hat sich gut gehalten: Die Walhalla feiert am 21. Oktober ihren 175. Geburtstag. Das wird standesgemäß mit einem Prachtfeuerwerk gefeiert: Knapp 40.000 Besucher strömen deswegen nach Donaustauf, um das Spektakel zu bestaunen. 

18. November: Kommt ein Einbrecher geflogen...
Dieses Video geht Ende November buchstäblich durch die Decke: In der Nacht auf den 18. November bricht ein Mann zunächst in einen Straubinger Verbrauchermarkt ein - und dann durch den Dachboden. Eine Überwachungskamera zeichnet den unfreiwilligen (und unfreiwillig komischen) Sturz auf. Der Leiter des betroffenen Geschäfts entscheidet sich später dazu, das Video auch auf YouTube zu veröffentlichen. Dort sorgt es für viel Schadenfreude, wird jedoch schnell zum Bumerang: Als die Staatsanwaltschaft davon Wind bekommt, leitet sie Ermittlungen gegen den Marktbetreiber in die Wege. Denn auch Einbrecher haben Persönlichkeitsrechte - und die wurden mit der Veröffentlichung des Videos möglicherweise verletzt. Einen kleinen Trost gibt es für den betroffenen Markt aber trotzdem: Der gesuchte Einbrecher wurde mittlerweile geschnappt. 

21. November: Ein Name für die neue Donaufähre
Mit Spannung wurde er erwartet: Der Name für die neue Donaufähre, die im kommenden Jahr ihren Betrieb aufnehmen soll. 141 Vorschläge gehen beim Landratsamt Straubing-Bogen ein, am Ende macht der Name "Posching" das Rennen. Passt auch gut, schließlich ist so sowohl die Fähre als auch ihr Name ein Bindeglied der beiden Gemeinden Stephansposching und Mariaposching. 

28. November: Kein Technologie-Campus für Viechtach
Wenn die Viechtacher sich streiten, freut sich Teisnach: Der Viechtacher Stadtrat lehnt Ende November das Projekt Technologiecampus ab. Der Grund ist - wie so oft - das liebe Geld: Um den Campus auch finanziell zu stemmen, hätte die Stadt den Gewerbepark verkaufen und andere Maßnahmen wie die Freibadsanierung aufschieben müssen. Dafür findet sich im Stadtrat jedoch keine Mehrheit. Während einige über das Campus-Aus enttäuscht sind, sehen andere das Aus als einen Sieg der Vernunft an. Im nahen Teisnach freut man sich jedenfalls über die Entscheidung - und bewirbt sich kurzerhand selbst für den Campus. Mit Erfolg: Am 27. Dezember kommt das OK aus dem Kultusministerium und der Weg für einen Technologiecampus in Teisnach ist frei

29. November: Keine Chance für Gaffer
Was tun gegen Gaffer? Bei der Freiwilligen Feuerwehr in Kelheim hat man auf diese Frage kürzlich eine kreative Lösung gefunden: Aufblasbare "Gafferwände". Sie sind mobil, brauchen beim Transport kaum Platz, stehen in zwei Minuten und halten Einsatzkräfte nicht von wichtigeren Aufgaben ab. Eine rundum gelungene Lösung, mit der die Feuerwehr bisher auch sehr gut fährt. Schade allerdings, dass man derlei Sichtschutz überhaupt braucht. 

1. Dezember: Trauer um Graf von Lerchenfeld
Der Landkreis Regensburg trauert um einen verdienten Politiker: Am 1. Dezember erliegt der frühere Bundestagsabgeordnete Philipp Graf von und zu Lerchenfeld in Köfering einer schweren Lungenerkrankung. Er wurde 65 Jahre alt. Lerchenfeld war ein Vertreter des ältesten deutschen Uradels. Seine Familie hat einen Ministerpräsidenten hervorgebracht, Diplomaten, Hofbeamte und Ritter.

11. Dezember: Das neue Landshuter Landratsamt kommt nach Essenbach
Es war ein schlichter Satz, aber mit großer Tragweite: "Als Sitz für das neue Landratsamt wird seitens des Landkreises Landshut die Gemeinde Essenbach festgelegt", hieß es am 11. Dezember in der Sitzung des Kreisausschusses. Die Entscheidung fiel einstimmig.

20. Dezember: Zwangspause für "Utopia Island"
Eine traurige Nachricht für Festival-Freunde: Das beliebte "Utopia-Island" Festival in Moosburg, das schon Künstler wie Deichkind, K.I.Z oder Martin Garrix in die Region lockte, wird im kommenden Jahr nicht stattfinden. Der Grund: Das Landratsamt Freising hat für die geplanten Umbaumaßnahmen am Aquapark, wo das Festival stattfindet, keine Genehmigung erteilt. Der Veranstalter sieht diese aber als zwingend erforderlich an und will das Festival deswegen erst 2019 wieder fortsetzen. 

Und das war er, unser großer Jahresrückblick für 2017. Vielen Dank für's Lesen! Wir wünschen all unseren Lesern frohe Feiertage, einen guten Rutsch und viel Erfolg im kommenden Jahr!

 
 

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