Niederbayern Filmreife Verfolgungsjagd auf A92 - Mann festgenommen

Am Sonntagvormittag lieferte sich ein 48-jähriger Mann eine Verfolgungsjagd mit der Polizei durch halb Niederbayern. (Symbolbild) Foto: Lino Mirgeler/dpa

Am Sonntag ist ein Transporterfahrer auf spektakuläre Weise vor der Polizei durch halb Niederbayern geflüchtet. Der Mann beschädigte bei seiner rasanten Fahrt mehrere Autos, brauste auf der Autobahn durch die Rettungsgasse auf eine Polizeibeamtin zu und flüchtete zu guter Letzt noch zu Fuß. So wird aus einer eigentlichen Verkehrskontrolle eine filmreife Verfolgungsjagd.

Etwa gegen 10.30 Uhr wollten Beamte der Autobahnpolizei Wörth an der Isar einen 48-jährigen Transporterfahrer aus Bad Wörishofen auf der A92 kontrollieren. Damit war der Mann wohl nicht einverstanden und startete einen spektakulären Fluchtversuch. Wie die Polizei mitteilte, widersetzte sich der Fahrer jeglichen Anhaltezeichen, versuchte das Dienstfahrzeug zu rammen und raste anschließend davon.

An der Autobahnausfahrt Moosburg/Isar verließ er die Autobahn, um danach auf die Autobahn in Richtung Deggendorf zu brausen. Der Mann war derart rasant unterwegs, dass er mit einer Autofahrerin zusammenstieß. Die Frau wurde bei dem Aufprall leicht verletzt.

Als der Verkehr auf der Autobahn stockte, nutzte der 48-Jährige prompt die gebildete Rettungsgasse, um seine Flucht fortzusetzen. Am Ende der Rettungsgasse konnte sich eine Polizeibeamtin nach einem weiteren Anhalteversuch nur durch einen Sprung zur Seite in Sicherheit bringen. Sie blieb unverletzt.

Um 11.05 Uhr verließ er die Autobahn an der Ausfahrt Dingolfing-Mitte, hielt an und flüchtete weiter zu Fuß. Die Beamten konnten den Mann schließlich festnehmen. Doch auch die Festnahme hinterließ noch einmal Spuren, ein Beamter hatte sich dabei leicht verletzt. Der Grund für seine filmreife Flucht war schnell gefunden: Der Mann war betrunken. Eine Blutabnahme bestätigte seinen Alkoholkonsum.

Nach ersten Schätzungen der Polizei beträgt der Schaden an den Fahrzeugen, darunter zwei Streifenwagen, das Auto der leicht verletzten Frau und sein Transporter selbst, etwa 20.000 Euro.

Die Kripo Straubing führt in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Landshut die weiteren Ermittlungen. Die genaueren Hintergründe seines Verhaltens sind aktuell Gegenstand der Ermittlungen.

Bei der Verfolgungsfahrt waren knapp ein Dutzend Streifenwagen sowie ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Gegen den Mann wird unter anderem wegen eines versuchten Tötungsdelikts, aufgrund des Zufahrens auf die Polizeibeamtin, ermittelt.

Verkehrsteilnehmer, die durch die Fahrweise des 48-Jährigen ebenfalls genötigt beziehungsweise gefährdet wurden, werden gebeten, sich mit der Kripo Straubing unter 09421/868-0 in Verbindung zu setzen.

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