Niederaichbach Bernhard Drexl erweckt die Schmiede wieder zum Leben

Harald Gaspar (l.) und Bernhard Drexl schlagen im Zweischlag die "Dammerl-Duin" in die Prackl-Scheibe. Foto: Stefanie Wieser

"Wenns nach Schmied-Kohle riecht, kommen gleich die Leut und schaun was los is", erzählt Bernhard Drexl aus Niederaichbach. Der gelernte Schmied geht dem Handwerk nur noch als Hobby nach. Es fügte sich eines zum anderen: Die Gemeinde erwarb die Alte Schmiede am Dorfplatz im "Alten Dorf". Einmal im Jahr ist Dorffest, dann erweckt Drexl das alte Gemäuer wieder zum Leben.

Die alte Holztür steht offen, unter dem Vordach steht eine Biergarnitur. In der Alten Schmiede macht sich Bernhard Drexl bereit. Er wuchtet einen Sack voll Kohlen hoch, schüttet Kohle in einen großen Topf. Den hängt er vorne am Steinsockel der Esse ein, schaufelt Kohle in die Esse und feuert an. "Die hab ich neu gekauft, mal schaun, ob die was ist", ist der Schmied gespannt. Dann dreht Drexl das Gebläse auf, ohne würde die Kohle schon nach kurzer Zeit wieder erlöschen. Auf einem Tisch vor der Esse liegen Rohlinge, quadratische Metall-Platten. Aus ihnen sollen später "Prackl" werden. Die werden beim Dorffest am Samstag gebraucht. Dazu müssen die Seiten dünner und der Zunder abgeschlagen werden, auf einer Seite braucht es eine "Dammerl-Duin", erklärt Drexl. Dort wird der Daumen reingelegt, dann schmeißt man damit auf ein Ziel. Klassisch spielte man das Prackln früher mit Zehnerl als Einsatz.

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