Nein, die Karriere als Eishockey-Profi war für Julian Kornelli nicht direkt vorgezeichnet. Die eine oder andere reizvolle Alternative lag für den neuen Stürmer des EV Landshut durchaus im Bereich des Vorstellbaren. Fußball zum Beispiel - einst jagte er in der U 8 des SC Reichersbeuern dem runden Leder hinterher, angeleitet von einem gewissen Axel Kammerer, dessen Sohn Maximilian dort ebenfalls aktiv war. Dass der Coach angesichts seiner eigenen Biographie irgendwann Klein-Julian ermunterte, es doch auch mal auf dem Eis zu versuchen, durfte niemanden verwundern. Das war der Anfang der Eishockey-Laufbahn des Julian Kornelli - und ein Schlüsselmoment in seiner Beziehung zu Kammerer, wenn auch längst nicht der letzte.

Bis das Sporttalent seinen fußballerischen Ehrgeiz ("Ich hab' schon ein bisschen kicken können") endgültig hintanstellte, dauerte es übrigens noch geraume Zeit. "Bis ich 13 war", erzählt der heute 23-Jährige, "habe ich beide Sportarten gleichzeitig betrieben - und mich dann für Eishockey entschieden". Berührungspunkte mit dem EV Landshut gab es früh und reichlich: "Ich erinnere mich an viele brutal spannende Derbys im Nachwuchs gegen den EVL", sagt Kornelli, "ob bei den Knaben mit Reichersbeuern oder später bei den Schülern mit Bad Tölz - das waren richtig geile Spiele".