Neutraubling Wildwest-Szenen nach Parkrempler

Nachdem er einen Unfall verursacht hatte, drehte der 53-jährige Autofahrer gegenüber der Polizei erst richtig auf. (Symbolbild) Foto: Uwe Anspach/dpa

Was sich ein 53-Jähriger in Neutraubling am Donnerstag geleistet hat, klingt wie eine Szene aus einem schlechten Film. Nachdem er betrunken einen Unfall verursacht hatte, wurde er aggressiv - auch gegen Polizeibeamte.

Am Donnerstag gegen 16 Uhr stieß beim Einparken auf einem Parkplatz im Bereich der Sudetenstraße, ein 53-jähriger Autofahrer mit seinem Range Rover gegen einen geparkten VW-Lieferwagen. Als ihn der 33-jährige Fahrer des Lieferwagens zur Rede stellte, wurde er pampig, zeigte ihm den ausgestreckten Mittelfinger und ging daraufhin in ein nahegelegenes Geschäft.

Durch den Zusammenstoß war an dem Lieferwagen ein Schaden in Höhe von etwa 2.000 Euro entstanden, am Range Rover entstand ein Schaden von etwa 1.000 Euro. Die verständigten Polizeibeamten der PI Neutraubling begaben sich daraufhin in das besagte Geschäft und baten den Fahrer, mit zum Fahrzeug zu kommen. Bereits hier bemerkten sie, dass der 53-Jährige stark alkoholisiert war.

Auch gegenüber den eingesetzten Beamten verhielt er sich aggressiv, unfreundlich und herablassend. Nach mehrmaliger Aufforderung begab er sich widerwillig aus dem Geschäft ins Freie zur Unfallörtlichkeit. Bei der anschließenden Personalienfeststellung an der Unfallstelle griff er plötzlich und unvermittelt den aufnehmenden Beamten an. Dieser Angriff konnte abgewehrt, der Fahrer zu Boden gebracht und gefesselt werden. Zur Unterstützung wurde eine weitere Streife angefordert. Bis zu deren Eintreffen beleidigte er die Polizeibeamten mit verschiedenen Ausdrücken.

Auf der Dienststelle wurde bei ihm eine Blutentnahme durchgeführt und er wurde in Gewahrsam genommen. Die eingesetzten Polizeibeamten blieben bei dem Vorfall unverletzt. Gegen den 53-Jährigen wird Anzeige wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamten, Beleidigung sowie aller in Frage kommenden Verkehrsdelikte erstattet und an die Staatsanwaltschaft Regensburg weitergeleitet.

 
 

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