Neustart Markus Alzinger übernimmt wieder das Traineramt beim IHC Atting

In der Regionalliga Bayern hat Markus Alzinger die Meisterschaft klar vor Augen. Foto: Bauer

Markus Alzinger übernimmt wieder das Traineramt der 1. Herrenmannschaft des IHC Atting. Das gab der Verein am Samstag auf der Weihnachtsfeier bekannt. Die Wölfe werden nach dem Rückzug aus der 1. Bundesliga in der neuen Saison in der Regionalliga Bayern antreten.

Alzinger schaffte als Spieler mit dem Team 2007 den Meistertitel in der Regionalliga und den Aufstieg in die 2. Liga. Dort gelang der Klassenerhalt 2008. Er hatte danach die Mannschaft bereits als Spielertrainer in der Saison 2009 betreut und mir ihr den Aufstieg in die 1. Liga geschafft. Dort war ihm 2010 der Klassenerhalt gelungen. Danach gab er die Teamleitung an Jürgen Amann ab, von dem er nun die Mannschaft wieder übernimmt. Amann prägte die erfolgreichste Zeit des IHC mit den Zweitligameistertiteln 2013 und 2015 und der Playoff-Teilnahme 2014. Im Sommer war er nach der Trennung von Michael Dippold erneut eingesprungen und hatte mit den Wölfen den erneuten Klassenerhalt gesichert.

Doch nach dem Rückzug aus der 1. Bundesliga aufgrund der komplizierten Stadion- und Vereinssituation – die Wölfe hatten in der vergangenen Saison im Gesamtverein mit ihren 200 Mitgliedern, sechs Teams sowie der Laufschule fünf Trainingsstätten und drei Spielorte – kommt nun auf Alzinger mehr als nur ein Neuaufbau zu. Denn mit Ausnahme von Torhüter Raphael Heitzer und Torjäger Tim Bernhard (beide nach Deggendorf) bleibt fast der gesamte Bundesligakader. Dazu drängen Nachwuchsspieler in den großen Kader. In Deutschlands dritthöchster Liga, deren Zusammensetzung noch nicht ganz feststeht, sind die Wölfe mit diesem starken Kader damit automatisch Top-Favorit.

Prominente Freundschaftsspiele

„Wir wollen deshalb auch Meister werden“, sagt Alzinger, der sein Team früh auf die Saison vorbereiten will, mit Ex-Spieler Tobias Wolf ein Fitnesskonzept erarbeitet und das Team auch zum bundesweiten ISHD-Pokal angemeldet hat – ein Wettbewerb, bei dem aufgrund der zu erwarteten Fahrtkosten (die waren in der Bundesliga ohnehin bereits sehr hoch) lange nicht mehr mitgespielt wurde. Die Aussicht, bei Erfolg in späteren Runden gegen Zweitligisten oder gar Erstligisten antreten zu können, ist vielversprechend. Im Vorfeld bemüht man sich um Freundschaftsspiele in der Region und auch gegen österreichische Erstligisten. Den Kontakt dazu vermittelt Amann, der aktuell österreichischer Nationalcoach ist.

„Es ist ein wichtiges Signal, dass sich so viele Spieler bei uns bleiben“, sagt 1. Vorsitzender Martin Amann. „Wichtig ist uns aber, dass der Einbau der jungen Spieler vollzogen wird. Wir brauchen sie für unsere Zukunft.“ Denn diese soll über kurz oder lang wieder nach oben führen, allerdings erst, wenn eine Spielstätte in der Umgebung gefunden wurde oder gebaut ist. In den vergangenen Wochen arbeitete die Clubführung im Hintergrund hart an einer neuen Lösung, eine Spielstätte in Atting zu realisieren. Ein Antrag wurde gestellt, erste positive Gespräche gab es bereits und auch 1. Bürgermeister Robert Ruber zeigte sich zuletzt zuversichtlich, dass die Situation des IHC deutlich verbessert werden könne.

Eine Spielfläche von 20 x 40 Metern mit Dach reicht aus, um alle Auflagen des Verbandes ISHD für die Zukunft zu erfüllen. „Wir denken positiv und versuchen weiter alles“, sagt Amann. „Wichtig ist, dass der Verein im Eisstadion wieder zusammenwächst und wir die alten Werte aufleben lassen. Wir müssen ein Verein sein – von der Laufschule bis zur 1. Mannschaft.“ Die Struktur passt. Über 100 Kinder sind im Verein, mit Laufschule, Hockeygruppe, Bambini-, Schüler, Jugend- und Juniorenteam sind alle Altersklassen besetzt. „Uns fehlt nur die Ganzjahresspielstätte. Dann können wir wieder voll angreifen.“

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading