Neukirchen beim Heiligen Blut "König vom Hohenbogen" mit neuem Rekord

Ebenso wie im Tal mussten oben im Berghaus die Sportler ihrer Meldepflicht nachkommen. Foto: Redaktion Bad Kötzting

Absoluter Streckenrekordhalter bei der 6. Skitourenmeisterschaft "HOBOpur" am Neukirchner Hausberg durfte sich Jochen Maurer aus Grub bei Bad Kötzting nennen. Der diesjährige Gewinner übertraf am Samstag alle bisherigen Leistungen der Vorjahre und stellte als "König vom Hohenbogen" einen neuen Rekord auf. Mit bislang unerreichten 23 Aufstiegen überwand er in zwölf Stunden 9.200 Höhenmeter und erreichte damit vergleichsweise die Höhe des Mount Everest. Pro Aufstieg und Abfahrt benötigte der konditionsgeladene Sportler im Schnitt 25 Minuten und damit ziemlich konstant eine knappe halbe Stunde "Rundenzeit", um hinaufzulaufen und auf Skiern wieder zum Startpunkt zurückzukehren.

Kaum erreichten die Teilnehmer des Höhenmarsches den unteren Meldepunkt am Skidepot der Sportschule Pfeiffer, schnallten sie die Tourenskier wieder an und marschierten unbeirrt nach oben, wo sie im Berghaus ebenfalls ihrer Meldepflicht nachkamen. Skifahrer und Zuschauer informierten sich gleichermaßen im Bereich der Talstation über die Veranstaltung und zeigten sich beeindruckt von der Kondition und imposanten körperlichen Leistung der Männer und Frauen.

Die Idee zu dieser Veranstaltung entsprang erstmals im Jahr 2010 den beiden passionierten Tourengehern Wolfgang Kuchler und Ludwig Pongratz aus Neukirchen b. Hl. Blut, die auch aktuell als Organisationsteam in Erscheinung traten. Die Mammut-Tour erfreute sich großen Zuspruchs und zog nicht nur bayernweit, sondern auch aus dem Nachbarland Tschechien insgesamt rund 70 Teilnehmer in den Hohenbogenwinkel. Nach zwölf Stunden und einer kurzen Auswertung schritten Ludwig Pongratz und Wolfgang Kuchler im "Liftstüberl" an der Talstation zur Siegerehrung, zu der sich neben den Teilnehmern und Helfern auch Bürgermeister und Geschäftsführer der Hohenbogenbahn Markus Müller einfand.

Dieser dankte den beiden Organisatoren, die diese Gewaltaufgabe mit ihrem Helferstab vorbildlich ermöglicht und seitens der ausgeklügelten Technik wiederum etwas gesteigert hatten. Der Rathauschef kann gut nachvollziehen, wie viel Disziplin, Ausdauer, Kondition und Willenskraft diese Sportveranstaltung den Teilnehmern abverlangt. Für ihre gigantischen Leistungen bei traumhaften Witterungsbedingungen zollte er allen Männern, Frauen und Jugendlichen riesengroßen Respekt und dankte im Namen der Marktgemeinde.

Das Organisationsteam Wolfgang Kuchler und Ludwig Pongratz hieß die deutschen und tschechischen Sportsfreunde willkommen und richtete herzliche Dankesworte an den 25-köpfigen Helferstab. Für die technische Ausstattung zeichneten Peter Hickl und Christian Brandl verantwortlich, während Hubert Beitlich und Michael Leitermann die Rennleitung übernahmen. Vergelt’s Gott sagten sie der Hohenbogenbahn für die Nutzung des Skigebietes, der Skischule Pfeiffer für die Zurverfügungstellung des Skidepots sowie Hans Hofmann stellvertretend für die Bergwachtbereitschaft Neukirchen b. Hl. Blut für die Übernahme des Sanitätsdienstes. Sämtliche Teilnehmer erfüllten das Reglement, bei dem gefordert war zwischen 7 und 19 Uhr möglichst viele Aufstiege auf einer am Pistenrand festgelegten und an unübersichtlichen Stellen abgesperrten Route von der Tal- zur Bergstation der Hohenbogenbahn zu absolvieren.

Verschaffen Sie sich hiervon einen Eindruck in unserer Fotostrecke.

Bei der Siegerehrung im "Liftstüberl" gab es für alle Teilnehmer Erinnerungsurkunden, während sich die Gruppensieger bei den Damen, Herren und der Jugend über eine außergewöhnliche Trophäe freuen durften - einen auf einer Holzplatte montierten Hohenbogenstein - eben HOBOpur.

Bei der Jugend waren Lilian Kuchler, Helena Pongratz und Ronja Kuchler mit jeweils einem Aufstieg erfolgreich, während die männlichen Kollegen Kevin Krazat drei und Sebastian Kuchler einen Aufstieg schafften. Auf sagenhafte 15 Runden bei den Damen brachte es Nicole Walter, wobei ihre Mitstreiterinnen Diana Pritzl und Christina Schütz beachtliche elf Aufstiege vorzuweisen hatten. Immerhin noch zehn Aufstiege schaffte Sabrina Kolbeck und neun Zdenek Jandik.

Spitzenreiter in der Herrenklasse war Jochen Maurer mit 23 Runden, dicht gefolgt von Reinhard Unger mit 20 und Konrad Kufner mit 18 Aufstiegen. Die weiteren Platzierungen: Josef Schütz (17), Hermann Kuchler, Ludwig Pongratz und Norbert Szabó (je 14), Johann-Josef Lechner und Christoph Bauer (je 13), Albert Käsbauer, Schneider Stephan und Holger Preis (je zwölf), Rainer Kolbeck (elf), Hans Hofmann, Maximilian Wolf, Till Nötzel, Bernhard Mühlbauer, Martin Bauer und Johannes Schmid (je zehn). Alle übrigen Tourengeher schafften zwischen einem und neun Aufstieg(e).

Für alle war es ein außergewöhnlicher Tag, den sie in freier Natur verbrachten - eben "ein Tag, der mir gehört!"

 

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