Neues vom Turm VIII Eine Verspätung, Fanny als Zofe und unhistorische Zuckerl

Damengruppenbild: Fanny ersetzt die vierte Zofe, die hier fehlte. Foto: tl

• Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Drachenstich-Führungsebene und Darstellern scheint es immer wieder zu geben, auch heuer. Zuletzt beim obligatorischen Gruppenfoto der Spielschar. Warum mancher Hauptakteur und auch mancher Statist darauf fehlen, ist uns nicht bekannt. Bekannt ist uns dagegen sehr wohl, dass die, die pünktlich gekommen waren, rund eine halbe Stunde hatten warten müssen. Ritter Andreas Scheuer, neben Tina Pohmer und dem Drachen die Hauptperson, verspätete sich. Warum? „Ganz ehrlich? Ich hab’ gerade gemütlich Brotzeit gemacht und hab’s komplett verschwitzt ...“, so Andreas auf Nachfrage. Andere hingegen meinten, er habe für Ausgleich zu seiner Ritterin sorgen wollen, denn die komme immer etwas zu spät. Vielleicht sollte man überlegen, künftig auch den Rittern Zofen zuzuweisen, männliche, versteht sich.


• Und weil wir gerade bei den Zofen sind: Nun ja, da ist es heuer irgendwie schwierig. Wer gehört denn nun zum erlauchten Zofen-Kreis der Ritterin, und wer nicht (mehr) oder doch noch und vielleicht auch noch ... Ja, es ist heuer nicht ganz einfach. Fest steht nur, dass es statt der ursprünglich geplanten drei Zofen nun doch vier sind, welche die Ritterin unterstützen. Was sie bisher sehr gut machen, ist die Versorgung der Akteure mit Hochprozentigem oder der Kinder mit Chips. Nur beim Gruppenfoto haben sie es nicht geschafft, vollständig zu sein. Die Lücke füllte dann „Drachin“ Fanny, die beim separaten Gruppenbild der Zofen recht nett über deren Schultern grinste ...


• Nach Grinsen war dem kleinen Volk-Buben ganz und gar nicht, wie man auf unserem Foto unten sieht. Und wenn, dann hätte er auch nicht Grinsen dürfen, ist doch gerade die schreckliche Engelsszene. Warum der kleine Mann so verdreht auf den Brettern liegt, als hätte ihn der Drache ausgespuckt? Was wohl die wenigsten Zuschauer kapieren: Der vierte Todesengel lässt die Menschen im Volk wie Marionetten tanzen und dann plötzlich fallen. Folglich sollen sie grotesk „verbogen“ liegen bleiben. Da hat sich der Bub zweifellos ein Lob verdient.


• Zum Schluss eine Frage, die an uns herangetragen wurde und für die wir von der Drachenstich-Führung garantiert wieder als Nörgler hingestellt werden: Warum werfen die Herzöge Zuckerln in „Nimm 2“-Verpackung etc. in die Zuschauer. Gab es diese 1431 schon? Das bemerkte ein aufmerksamer Festspielbesucher. Da ein Nachfragen bekanntlich nichts bringt (wie will man sich da auch herausreden), sollte sich der Festausschuss in seinen geheimen Sitzungen ‘mal Gedanken darüber machen, Zuckerl ohne Verpackung, die dennoch die Lebensmittelhygienevorschrift erfüllen, herzustellen. Wenn er das schafft, dürfte der Drachenstich nie mehr Geldsorgen haben. 

 

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