Neues vom Turm Relaxen im Pool, ein neuer Ritterinnenwagen und die Wahrheit über die Sattelbogner

Kühler Friedensgipfel: Der Chamerauer-Uli und der Sattelbogner-Klaus relaxen mit Einhornbegleitung. Foto: privat

Der Tropensommer scheint zwar wie gemacht zu sein für ein Freilicht-Festspiel wie den Drachenstich, dennoch: Die Akteure in ihren dicken Kostümen leiden sehr. Aus diesem Grund nutzen sie jede Möglichkeit, um ihre Betriebstemperatur wieder herunterzuregeln. Beliebt sind in diesen Tagen Pools in jeglicher Form. So erhielten wir einen Schnappschuss vom „Friedensgipfel“ zwischen Sattelbogner und Chamerauer unter der Schirmherrschaft von zwei Einhörnern, der – wie gesagt – in einem Pool stattfand. Unseren Informationen nach kam es zu dieser Aussöhnung der beiden Kontrahenten (übrigens: privat haben sich der Uli und der Klaus schon immer lieb) in einem Garten in Grasmannsdorf – sozusagen außerhalb der Stadtgrenzen, also auf neutralem Boden. Und auch der Ritter nutzte die Möglichkeit der Abkühlung; wie sollte es anders sein, im Pool der Sattelbogner, den diese wieder in ihrem Lager auf dem Cave errichtet haben. Nein, er hat dabei kein weißes T-Shirt getragen, der Matthias. Handwerkertypisch endet bei ihm halt die Bräune im unteren Halsbereich und an den Oberarmen ...

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Apropos Sattelbogner: Nachdem ein Mitglied des Drachenstich-Festausschusses das Image der Festspiel-Akteure – insbesondere das der Sattelbogner-Soldaten – aufgrund mehrerer Berichte in unserer Kolumne massiv gefährdet sieht und das auch deutlich zum Ausdruck gebracht hat, starten wir ab sofort eine PR-Kampagne für des Sattelbogners Leut. Der Eindruck, sie würden ihren Durst gerne durch ein urbayerisches Gebräu, dessen Bezeichnung wir lieber nicht nennen, stillen, ist natürlich frei erfunden. Tatsächlich lieben sie es, sich vor und während der Festspiel-Aufführungen zum Tanz-Tee beim Stangerl einzufinden. Dort wird nicht gegrölt, gesungen und gelacht, sondern es werden lyrische Texte vorgetragen und anschließend über die Gedanken des Autors eifrig diskutiert. Wenn sie ‘mal wirklich bei diesen tropischen Temperaturen unglaublichen Durst verspüren sollten, dann wird natürlich nur Wasser verkostet, das zuvor von Heilsteinen bereichert worden ist. Und wer wirklich glaubt, der dreitägige Aufenthalt auf dem Cave Gladium gleiche einem Trinkgelage, der liegt komplett falsch. Dort wird sich neben Dichterlesungen auch in der Kunst des Schachspiels geübt, wie ein uns zugespieltes Foto beweist ...

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Ein anderes Foto, das uns ebenfalls zugespielt wurde, beweist dagegen, dass man beim Spielmannszug nicht nur kostenlos ein Instrument erlernen kann, sich mit den besten Musikzügen Deutschlands messen darf und eine tolle Kameradschaft vorfindet. Auch in sportlicher Sicht wächst ein Spielmannszügler über die Jahre – im wahrsten Wortsinn. Als Beweis erhielten wir ein Foto, das das Wadl eines noch jungen, frischen „Grenzfähnlein“-Mitglieds zeigt, dessen Namen wir aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht nennen wollen, und daneben ein Wadl von Jürgen Janda, der bereits 35 Jahre beim Spielmannszug mitmarschiert. Der direkte Vergleich zeigt eindeutig die beeindruckende Evolution von der Speiche zur Keule ...

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Auch wenn der Drachenstich heuer wieder mit tollen Besucherzahlen glänzt, irgendwann wird bis zur nächsten Saison irgendwo sicherlich wieder der Rotstift angesetzt. Und sollte mal der Festausschuss, der – aus nicht nachvollziehbaren Gründen – immer heimlich tagt, auf die Idee kommen, beim Ritterinnenwagen die prächtigen Rösser einzusparen, dann scheint eine Lösung bereits greifbar nahe. Ritterin Laura Lehminger testete schon ‘mal die Mini-Variante ihres Prunkwagens ohne Rösser. Gezogen und geschoben wird dieser von den vier Zofen, die einer Ritterin jährlich zustehen, denn dann würden sie sich endlich nützlich machen. Denn ihre bisherige Aufgabe, den Spielschar-Mitgliedern hinter der Bühne vorm Spiel ein Schnapserl auszugeben, ist natürlich absolut frei erfunden und so was von unwahr, dass es schon wieder wahr ist ... 

 
 

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