Neues Museum Bauhaus-Jubiläum: Mehr als 10.000 Besucher in Weimar

Mit einer Parade durch die Stadt wird in Weimar das Bauhaus-Jubiläum gefeiert. Foto: Candy Welz/dpa

Lange wird über das neue Bauhaus-Museum in der Geburtsstadt der Gestaltungsschule diskutiert. 100 Jahre nach der Gründung des Bauhauses in Weimar zieht der Neubau Tausende Besucher an.

Weimar - Das neue Bauhaus-Museum in Weimar hat bereits an den ersten Tagen seiner Öffnung Tausende Besucher angezogen. "Wir hatten auch wahnsinniges Glück mit dem Wetter", sagte ein Sprecher der Klassik Stiftung Weimar.

Auch Gäste sprachen von langen Warteschlangen sowohl vor dem am Freitag eröffneten neuen Bauhaus-Museum als auch vor dem Neuen Museum. Dort ist seit Freitag die neue Dauerausstellung "Van de Velde, Nietzsche und die Moderne um 1900" zu sehen.

Seit Eröffnung für das allgemeine Publikum zählte die Klassik Stiftung von Freitagabend bis zum Sonntagnachmittag 14.000 Besucher in beiden Häusern. Der Eintritt in den nahe beieinander gelegenen Museen war am Wochenende kostenlos.

"Der Quartiergedanke funktioniert, wir haben gesehen, wie die Besucher zwischen den beiden Museen unterwegs waren", sagte der Stiftungssprecher. Zum Festwochenende mit Kulturprogramm gehörten etwa auch eine Bauhaus-Parade durch die Stadt und ein Basar.

Der Architekt Walter Gropius gründete vor 100 Jahren das Staatliche Bauhaus in Weimar als eine Schule für Architektur, Kunst und Design. Auf Entwürfe der Bauhäusler wird noch heute zurückgegriffen. 1925 verließ das Bauhaus Weimar wegen politischen Drucks von rechts Richtung Dessau. Auch dort blieb die Einrichtung nicht lange: Sie zog nach Berlin, wo die Nationalsozialisten das Bauhaus 1933 schlossen.

Die vor allem mit den Dichterfürsten Goethe und Schiller verbundene Klassikstadt tat sich lange schwer mit ihrem Bauhaus-Erbe. Vor dem Neubau war das Museum in einer kleinen Kunsthalle untergebracht. Dort konnte stets nur ein Bruchteil der gut 13.000 Objekte umfassenden Bauhaus-Sammlung der Klassik Stiftung gezeigt werden. Den Grundstock dafür hatte Gropius noch selbst 1925 ausgewählt. Auch Stücke aus dieser Zusammenstellung sind im Museum zu sehen.

 

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