Neuer Bericht UN: Wälder mitentscheidend im Kampf gegen Klimawandel

Dichter Atlantischer Regenwald auf der Insel do Cardoso vor Brasilien. Foto: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa

Gegen den Klimawandel setzen die Vereinten Nationen auf die Wälder der Erde - und sehen in einer intakten Natur sogar wirtschaftliches Potenzial. Klar ist aber: Es gibt eine ganze Menge zu tun.

Die Vereinten Nationen haben die Wichtigkeit der Wälder im Kampf gegen den Klimawandel unterstrichen. Die Gesellschaften und Staaten auf der Welt werden dabei aufgefordert, sich mehr um den Wald zu kümmern.

In einem am Montagmorgen vorgestellten Bericht fordert die UN-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung (FAO) einen Stopp der Abholzung der Wälder, die Wiederaufforstung von Äckern und den Ausbau von Waldfeldbau sowie die nachhaltige Nutzung von Wäldern.

Diese drei Maßnahmen könnten "dabei helfen, Krisen zu bewältigen, mit denen die Menschen und der Planet konfrontiert sind, und daneben nachhaltige wirtschaftliche Vorteile schaffen, vor allem in (oft abgelegenen) ländlichen Gemeinden", sagte FAO-Direktor Qu Dongyu.

31 Prozent der Erdoberfläche sind dem Bericht zufolge von Wäldern bedeckt - das sind 40,6 Millionen Quadratkilometer. Von 1990 bis 2020 wurden 4,2 Millionen Quadratkilometer abgeholzt; auch wenn der Trend rückläufig sei, waren es laut FAO in den Jahren 2015 bis 2020 immer noch rund 100.000 Quadratkilometer jährlich.

Der Wald sei nicht nur entscheidend als Speicher von klimaschädlichen Gasen: Der Ausstoß von 3,6 Milliarden Tonnen an sogenannten CO2-Äquivalenten könnte jährlich vermieden werden, wenn die Abholzung gestoppt wird; das seien 14 Prozent dessen, was eingespart werden muss, um die Erderwärmung bis 2030 unter 1,5 Grad zu halten.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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