Bis Anfang des 19. Jahrhunderts "zierten die Stadt schöne öffentliche Springbrunnen" schreibt Dr. Anton Wiesend in seiner "Geschichte des Brunnenwesens" in Landshut von 1858. Zu diesen zählte ein Brunnen am Landschaftshaus in der Altstadt 28, vor den Altstadt-Häusern 261 und 262 sowie vor dem Rathaus mit einem Denkmal Ludwigs des Bayern, "aus feinkörnigem Sandsteine gemeißelt, umgeben von einem Brunnenkranze aus rotem Marmor", wie Wiesend beschreibt.

Ein weiterer Springbrunnen stand in der Neustadt vor dem Haus Nummer 467. Diese vier Brunnen mussten jedoch einem "prosaischen Stadtpflaster weichen", beklagt der Chronist. Ansonsten listet er auf, dass sich in der Stadt rund 30 sogenannte Gumpbrunnen befanden, aus denen das Wasser mit Eimern geschöpft werden konnte.