Neue Maßnahmen Patientenschützer kritisiert Bayerns Corona-Ampel

Eugen Brysch, Vorsitzender der Deutschen Stiftung Patientenschutz, kritisiert die neuen Corona-Regeln in Bayern (Archivbild). Foto: dpa/Deutsche Stiftung Patientenschutz

Die in Bayern geplante Corona-Ampel geht aus Sicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz an der Realität vorbei. Der Vorsitzende der Stiftung, Eugen Brysch, sprach von einer unsinnigen Unterscheidung in normale Krankenhausbetten und Intensivbetten.

"In der Hochzeit der Belegung hatten wir sehr viel mehr Menschen auf Normal- als auf Intensivstation", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Hier eine Differenzierung zu machen, wird der Wirklichkeit nicht gerecht." Wenn das Gesundheitssystem, wenn Ärzte und Pfleger vor einer Überlastung geschützt werden sollen, dann müsse die gesamte Krankenhausbelegung in den Blick genommen werden.

In Bayern sind schärfere Anti-Corona-Maßnahmen künftig abhängig von der Klinik-Auslastung. Die neue Krankenhaus-Ampel schaltet auf Gelb, wenn bayernweit binnen sieben Tagen mehr als 1.200 Patienten mit einer Corona-Erkrankung neu in Krankenhäuser aufgenommen werden mussten. Dann will die Staatsregierung weitergehende Maßnahmen - etwa die Rückkehr der FFP2-Maskenpflicht oder der Kontaktbeschränkungen - beschließen. Auf Rot schaltet die Ampel, wenn mehr als 600 Corona-Patienten auf Intensivstationen in Bayern liegen - dann sollen die Anti-Corona-Maßnahmen noch einmal weiter verschärft werden.

Brysch forderte, in jeder Ampelphase die Gesamtbelegung in den Blick zu nehmen - und plädierte für eine deutschlandweite Regelung. "Wenn das Beispiel von Bayern Schule macht, haben wir bald 32 unterschiedliche Regelungen in 16 Bundesländern."

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