Neue Gesetze und Regelungen Das ändert sich für Verbraucher ab 2020

, aktualisiert am 27.12.2019 - 08:08 Uhr
Für die Verbraucher ändert sich 2020 wieder einiges. Collage: Patrick Lux/dpa, Jens Wolf/dpa, Lucas Bäuml/dpa, Julian Stratenschulte/dpa, Wolfgang Kumm/dpa

2020 gibt es wieder neue Gesetze und Regeln, auf die sich Verbraucher größtenteils schon ab dem Jahreswechsel einstellen müssen. idowa hat die Änderungen in einem Überblick zusammengefasst.

1. Job und Geld

Mindestlohn

Ab 1. Januar 2020 steigt der gesetzliche Mindeslohn von 9,19 Euro auf 9,35 Euro pro Stunde. Auch ein Mindestlohn für Azubis soll dann gelten, dieser liegt bei 515 Euro pro Monat im ersten Lehrjahr. In den Folgejahren solle sich die Mindestausbildungsvergütung weiter erhöhen - im Jahr 2021 auf 550 Euro, 2022 auf 585 Euro und ab 2023 auf 620 Euro.

Sozialhilfe und Arbeitslosengeld II

Ab 1. Januar 2020 gibt es für diejenigen mehr Geld, die Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II oder Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung erhalten. Die Bundesregierung hebt die Regelsätze um 1,9 Prozent. Der Regelsatz für Alleinstehende mit Hartz IV steigt zum 1. Januar um 8 auf 432 Euro. Wer mit einem anderen bedürftigen Erwachsenen wie dem Ehepartner in einer Wohnung lebt, für den steigt der Satz demnach um 7 auf 389 Euro.

Lesen Sie hierzu: "Regelsätze für Hartz-IV-Bezieher steigen"

Betriebsrente

Wer eine Betriebsrente erhält, muss darauf unter Umständen Krankenkassenbeiträge zahlen. Ab 2020 fallen die Beiträge nur auf die Summe an, die über dem neuen Freibetrag von 159,25 Euro liegt - und nicht mehr auf die gesamte Rente. Darauf weist der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hin.

Wohngeld

Ab 2020 haben mehr Menschen erstmals einen Anspruch auf Wohngeld - Schätzungen der Verbraucherzentrale NRW zufolge betrifft dies etwa 180.000 Haushalte. Wohngeld bekommen Mieter mit geringem Einkommen sowie selbstnutzende Eigentümer unter bestimmten Voraussetzungen. Die Höhe des Wohngeldes hängt unter anderem vom Einkommen, der Miete und der Anzahl der Haushaltsmitglieder ab. 

Starke-Familien-Gesetz

Der Bundesrat hat ein Gesetz für höhere Sozialleistungen an Kinder und damit zur stärkeren Unterstützung einkommensschwacher Familien verabschiedet. Die Länderkammer stimmte nach einigen Änderungen am Freitag der von der Bundesregierung eingebrachten Initiative zu. Der Bundestag hatte das Gesetz bereits verabschiedet. Das Gesetz, das von der Bundesregierung Starke-Familien-Gesetz genannt wird, sieht unter anderem vor, dass der Kinderzuschlag auf bis zu 185 Euro im Monat steigt. Außerdem wird es künftig leichter sein, ihn zu beantragen. Änderungen gibt es auch bei der Verrechnung des Kinderzuschlags mit dem Einkommen der Kinder zugunsten der Familien. Die ursprünglich im Gesetzentwurf vorgesehene 100-Euro-Grenze für diese Regelung hat der Bundestag gestrichen, um insbesondere Alleinerziehende mit älteren Kindern besser zu erreichen. Damit hat er eine Forderung des Bundesrates aufgegriffen. Das Gesetz soll nun stufenweise in Kraft treten. Für die Änderungen beim Kinderzuschlag gelten die Stichtage 1. Juli 2019 und 1. Januar 2020. Die Änderungen bei den Leistungen zu Bildung und Teilhabe kommen überwiegend zum 1. August 2019.

Lesen Sie hierzu "Mehr Leistungen für Kinder aus einkommensschwachen Familien"

Lotto

Das Lottospielen wird teurer: Ab Herbst 2020 soll der Preis beim klassischen "6 aus 49" für ein Tippfeld von 1 Euro auf 1,20 Euro steigen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus sicherer Quelle erfahren hat. Weitere Änderung: Der Jackpot soll nicht mehr nach der 13. Ziehung automatisch ausgeschüttet werden, sondern erst wenn die Grenze von 45 Millionen Euro erreicht ist.Die staatlichen Aufsichtsbehörden müssen den Plänen noch zustimmen.

Lesen Sie hierzu: "Lotto wird teurer"

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