Netzfundstück Sportverein geht mit ellenlangem Link in Zeitung viral

Eine Frau sitzt während der Corona-Pandemie an einem Tisch in ihrer Wohnung vor einem Laptop, während sie mit weiteren fünf Personen an einer Videokonferenz mit der Videokonferenzanwendung "Zoom" teilnimmt. Auch der TSV Ehningen plant eine solche Videokonferenz - die Werbung dafür hat allerdings im Netz unfreiwilligerweise hohe Wellen geschlagen. Foto: Anthony Anex/dpa/KEYSTONE

Damit hatte der TSV Ehningen aus Baden-Württemberg wohl nicht gerechnet: Ein versehentlich im Gemeindeblatt veröffentlichter Link zu einer Videokonferenz sorgt im Netz für viele Lacher. Und auch der Sportverein selbst kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. 

In der Corona-Pandemie müssen viele einen neuen digitalen Weg gehen, wenn sie sich treffen möchten. So auch Sportvereine wie der TSV Ehningen aus dem Raum Stuttgart. Aufgrund der Kontaktbeschränkungen sind persönliche Treffen und gemeinsames Training derzeit nicht möglich. Auch Mitgliederversammlungen können nicht wie gewohnt stattfinden, viele Vereine weichen dabei ins Digitale aus - so auch der TSV Ehningen. 

Der Verein hat nämlich für die letzte Märzwoche einen Workshop mit der Kriminalpolizei geplant und zwar als Videokonferenz. Und für diese will der TSV auch im Gemeindeblatt werben. Dass diese Ankündigung bundesweit im Netz für einiges Aufsehen sorgen sollte, kam überraschend. 

"Der Grund liegt in dem beigefügten Artikel im Gemeindeblatt, wo mittels eines QR-Codes Zugangsdaten zur Verfügung gestellt werden sollten", schreibt der Verein in einem Facebook-Post. Doch stattdessen veröffentlicht die Redaktion den kompletten 15 Zeilen langen Link - ganz einfach zum Abtippen. 

"Das war natürlich die Absicht, die hinter diesem Marketingcoup steht, der natürlich noch besser gewirkt hätte, wenn die Veröffentlichung erst am 1. April erfolgt wäre", witzelt der Verein auf seiner Facebookseite. Aus der ganzen Republik erhielten sie, so der TSV, seit der Veröffentlichung "begeisternde Reaktionen" auf diese kuriose Meldung im Gemeindeblatt. In Sachen Digitalisierung gibt es in Deutschland wohl wirklich noch etwas Nachholbedarf.

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