Netzfundstück Sanitäter singt über seinen Frust - und geht viral

Ein Krankenwagen im Einsatz. (Symbolbild) Foto: dpa

Notfallsanitäter sind Helden des Alltags - doch sie arbeiten bisweilen in rechtlichen Grauzonen. Denn bestimmte lebensrettende Maßnahmen dürfen per Gesetz eigentlich nur ausgebildete Ärzte durchführen. Ein Notfallsanitäter hat nun mit einem Lied auf dieses Dilemma aufmerksam gemacht und damit im Netz hohe Wellen geschlagen. 

Unter dem Namen "Felix Peter" veröffentlichte er am 19. November ein kurzes Video mit dem Titel "Der Krankenwagenbelademeister" auf youtube. Darin beklagt er das Leid des Sanitäters, der helfen soll und möchte, aber nicht darf. So heißt es im Text ironisch "Guten Tag, ich heiße Felix Peter und bin heute Ihr Notfallsanitäter, der Notarzt kommt ne halbe Stunde später und solange unterhalten wir uns nett, hier am Bett" und "Ich ruf die 112, schnell den Notarzt herbei, denn was der darf, das darf ich nicht."

Eigentlich war das Video nur als Witz unter Kollegen gedacht, wie der Notfallsanitäter dem Spiegel verriet. Dann habe er jedoch so viel positives Feedback bekommen, dass er es auch auf youtube veröffentlichte. Dort hat das Video seit seiner Veröffentlichung schon über 250.000 Aufrufe und 500 Kommentare gesammelt. "Lieber Felix, ich denke, du sprichst zehntausenden Berufskollegen aus dem Herzen", schreibt ein Nutzer. "Schmerzlich wahr - als Arzt bin ich solidarisch und wünsche mir, dass die Arbeit der Erstversorger gesetzlich und finanziell aufgewertet wird", ein anderer. 

Mittlerweile hat das Video sogar schon eine Art inoffiziellen Nachfolger gefunden: Am Dienstag veröffentlichte eine Notärztin unter dem Namen "Doc Caro" eine Antwort auf das Lied vom "Krankenwagenbelademeister". Darin schildert sie die Situation aus der Perspektive der Ärzte - und das nicht minder kreativ und witzig. Auch dieses Video hat mittlerweile schon über 50.000 Aufrufe gesammelt. Viele Nutzer würden sich nun über einen gemeinsamen Song der beiden freuen. Denn bekanntlich arbeiten Sanitäter und Ärzte gemeinsam immer noch am besten. 

Übrigens: Unter anderem um die Situation der Notfallsanitäter geht es auch beim Aktionsbündnis „Lass retten“ – mehr dazu hier: Aktionsbündnis „Lass retten“ startet bayernweit.

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