Netzfundstück der Woche Jetzt zerstört Youtuber Rezo die Corona-Politik

Der bekannte Youtuber Rezo ("Die Zerstörung der CDU") hat in einem neuen Video die Corona-Politik des Bundes und der Länder scharf kritisiert. Foto: Privat/dpa

Er hat es wieder getan: Nach seinen millionenfach geklickten Videos "Die Zerstörung der CDU" und "Die Zerstörung der Presse" hat Youtuber Rezo am Ostermontag erneut ordentlich Dampf abgelassen. Im Zentrum seiner Kritik steht dieses Mal die Corona-Politik des Bundes und der Länder. Unser Netzfundstück der Woche. 

Etwa 13 Minuten lang ist Rezos jüngste Anklage, innerhalb eines Tages wurde sie bereits über 170.000 Mal aufgerufen. Der bekannte Youtuber mit den auffälligen blauen Haaren greift in dem Video mit dem Titel "Rezo zerstört Corona-Politik"  insbesondere das Spitzenpersonal von CDU und CSU an. Er wirft ihnen Planlosigkeit vor, kritisiert etwa, dass von Anfang an "kein konkretes mittel- oder langfristiges Ziel aus der Politik gesetzt wurde". Stattdessen habe man sich von Lockdown zu Lockdown gehangelt, neue Strategien ausprobiert, diese aber sogleich wieder verworfen. 

Als tiefsitzendes Problem macht Rezo dabei eine gewisse "Wissenschaftsfeindlichkeit" aus, wie er es nennt. Politiker würden zu selten auf Experten und Wissenschaftler hören und sich stattdessen irrational verhalten. Als Beispiel führt er etwa eine Aussage des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer an. Dieser hatte im Dezember gesagt: "Wir haben das Virus unterschätzt - alle miteinander." Rezo findet das dreist und hält ihm entgegen: "Nein, Michael, du hast das Virus unterschätzt. Du." Auch Hessens Landeschef Volker Bouffier nimmt er sich vor. Dieser hatte im März bei einer Pressekonferenz gesagt: „Jeder, der behauptet, das hätte man alles schon vor acht Wochen wissen müssen – mit so was will ich mich nicht auseinandersetzen.“ Extrem "respektlos" sei das, findet Rezo. Genau mit diesen Leuten hätte sich Bouffier seiner Meinung nach unterhalten sollen - "denn die wussten es besser."

An diesem Punkt redet sich Rezo regelrecht in Rage und wirft der Politik "Arbeitsverweigerung" vor. Aus Angst, falsche Entscheidungen zu treffen, würde Politiker oft nur an die Eigenverantwortung der Bevölkerung appellieren. Dabei sei es genau ihre Aufgabe, Entscheidungen zu treffen und Menschen zu lenken. "Und wenn du das als Politiker nicht tust, machst du deinen Job nicht", schimpft Rezo. Er zieht einen Vergleich zum Straßenverkehr - dort würde man aus guten Gründen auf staatliche Regelungen und nicht auf Eigenverantwortung setzen. Dieses Vorgehen sei auch in der Pandemie notwendig. 

Auch auf die jüngst bekannt gewordenen Korruptionsfälle in der Union im Zuge der Maskenaffäre kommt Rezo natürlich zu sprechen. "Habt ihr die alle mitbekommen?", fragt er seine Zuschauer. Und gibt die Antwort gleich selbst: "Die kann man gar nicht alle mitbekommen, weil es so viele sind." Rezo kommt zu einer bitteren Schlussfolgerung: "Wenn du deine Arbeit nicht verweigerst und nicht korrupt bist, bist du mittlerweile schon ein überdurchschnittlicher Unionspolitiker." Zuletzt nimmt sich Rezo noch einmal speziell CDU-Chef Armin Laschet vor. Er zeigt eine Ansprache von Laschet im Düsseldorfer Landtag Ende März: "Wir alle hatten die Hoffnung, aus der Erfahrung des letzten Jahres, dass wenn der Frühling kommt, es wärmer wird, die Virusansteckung zurückgeht und die Zahlen sinken. Wir erleben im Moment genau das Gegenteil", sagt Laschet darin. Daraufhin rastet Rezo fast völlig aus: "Niemand, niemand hatte diese Hoffnung", echauffiert er sich. "Das tut körperlich weh, wie dumm das ist. Und das ist ein Mensch, der will Kanzler werden." 

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