Netzausbau Für Notrufe und Selfies: Weitere Mobilfunkmasten in Alpen

Das Logo von Vodafone am Unternehmenssitz in Düsseldorf. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Um Notrufe zu erleichtern und schnelleres Senden von Gipfel-Selfies zu ermöglichen, will Vodafone sein Mobilfunknetz in den bayerischen Alpen ausbauen.

Bis Mitte 2023 sollen dazu in acht Landkreisen zwölf neue Masten aufgestellt werden, teilte das Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf am Donnerstag mit. Zum einen könne Netzempfang in alpinen Notsituationen überlebenswichtig sein, zum anderen steige in den Bergen der Bedarf für schnelles mobiles Internet. Einer Netzanalyse zufolge seien im vergangenen Jahr dort 28 Prozent mehr Daten über Mobilfunk gesendet worden als im Jahr 2020.

Die neuen Mobilfunkmasten sollen laut einem Vodafone-Sprecher einen Radius von je vier bis fünf Kilometern abdecken. Der Bau in den Alpen sei durch das Gelände, Vorschriften zum Naturschutz und die schwierigere Stromversorgung recht aufwendig. Darüber hinaus will das Unternehmen an schon errichteten Masten weitere Antennen anbringen, um LTE-Breitband- und 5G-Kapazitäten zu erhöhen.

Die Telekom teilte mit, beim Netzausbau in den Alpen müsse immer zwischen Naturschutz und Mobilfunk-Versorgung abgewogen werden. Das Unternehmen sei grundsätzlich zwar "immer auf der Suche nach neuen Standorten", sagte ein Sprecher. Man sei dabei aber auf Hilfe von Gemeinden und Verpächtern angewiesen. In den Landkreisen entlang der Alpen liege die Netzabdeckung der Bevölkerung bisher bei 98 Prozent.

 
 
 

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