Netflix Serien-Tipp "Sandman" verfilmt die Comic-Vorlage

In der Welt der Lebenden versucht Dream (Tom Sturridge), die Träume, die ihm abhandengekommen sind, wieder einzufangen. Foto: Netflix

Vor über 30 Jahren erschuf Autor Neil Gaiman mit seinen „Sandman“-Comics ein Phänomen. Jetzt wagt er sich in einer Netflix-Serie erneut an die Geschichte.

Manche Geschichten sind etwas Besonderes. Wie die, die der britische Autor Neil Gaiman zwischen 1989 und 1996 in Form eines 2 000 Seiten langen Comics herausbrachte. In „Sandman“ erzählt er von den Abenteuern von Dream, der Personifikation aller Träume und Albträume und erschuf so eine der besten und heißgeliebtesten Graphic Novels der Welt. Klar, dass die Fans Dreams Abenteuer hüten wie einen heiligen Gral und umso skeptischer waren, als es hieß, Netflix will sie verfilmen. Zum Glück für sie war Neil Gaiman bei der Verfilmung mit dabei.

Darum geht’s: Als Dream, der Herr der Träume, von einem Magier gefangen genommen wird, bricht nicht nur in seinem Traumreich das Chaos aus. Auch die Erde hat darunter zu leiden, dass eines der mächtigsten Wesen jahrzehntelang in Gefangenschaft leben muss. Wieder frei beginnt Dream, seine Träume und Albträume einzusammeln. Doch einige besonders mörderische haben Gefallen am Leben in der Welt der Menschen gefunden. Und auch an Dream ist die Zeit im Gefängnis nicht spurlos vorbeigegangen.

Hier der Trailer zur Serie:

Das Besondere: Wie schon bei „Good Omens“ hat Neil Gaiman nicht nur die Vorlage zu „Sandman“ geschrieben, er war auch ein wichtiger Teil der Produktion. Das ist nicht üblich, schon gar nicht bei Fantasy- und Science-Fiction-Verfilmungen.

Der Vorteil für die Fans: Sie wissen, dass Gaiman hinter jeder Entscheidung steht, die für die Serie gefällt wurde. Egal, ob es sich dabei um Hintergründe, Änderungen in der Geschichte oder die Schauspieler handelt. Ohne Neil Gaiman scheint in der Produktion so gut wie nichts gegangen zu sein.

Fazit: „The Sandman“ ist bildgewaltig, melancholisch und beschäftigt sich mit erwachsenen Themen, ist also perfekt für Fans düsterer Fantasy. Kenner des Comics sollten aber keine Eins-zu-eins-Verfilmung erwarten. Obwohl einige Szenen aus der Vorlage direkt in der Serie auftauchen, ist der Netflix-„Sandman“ nicht ganz so humorvoll wie sein Comicvorbild, dafür um einiges menschlicher. Für alle, die schon immer wissen wollten, wie das Wesen aussieht, das Träume und Albträume verteilt.

„The Sandman“, dunkle Fantasy-Serie, verfügbar auf Netflix, zehn Folgen à ca. 40 Minuten, Altersempfehlung: 16 Jahre.

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Hinweis: Dieser Text stammt aus der Freistunde, der Kinder-, Jugend- und Schulredaktion der Mediengruppe Attenkofer. Für die Freistunde schreiben auch LeserInnen, die Freischreiben-AutorInnen. Mehr zur Freistunde unter freistunde.bayern.

 
 
 

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